Ethereum Foundation (EF) hat am 15. Mai bekannt gegeben, dass sie 5.000 ETH über außerbörsliche Geschäfte (OTC) an das börsennotierte US-Unternehmen BitMine Immersion Technologies verkauft haben. Der durchschnittliche Transaktionspreis lag bei etwa 2.042,96 USD, der Gesamtbetrag beträgt rund 10,2 Millionen USD. Die Stiftung erklärte, dass die Erlöse für Kernbetriebszwecke verwendet werden, einschließlich Protokollforschung und -entwicklung, Ökosystemwachstum sowie Community-Subventionen. Zuvor hatte die Stiftung im Juli 2025 10.000 ETH an SharpLink Gaming verkauft. Gemäß bestehender Tresorrichtlinien zur Mittelverwaltung Dieser Verkauf ist keine kurzfristige Entscheidung. Bereits im Juni 2025 hatte die Ethereum Foundation die „Treasury Policy“ veröffentlicht, die beschreibt, dass die Stiftung ihre Reservebestände entsprechend den jährlichen Betriebsausgaben und den Zielvorräten für Pufferbestände anpasst. Laut dieser Richtlinie hält die Stiftung derzeit etwa 15 % ihrer Reserve für jährliche Betriebsausgaben und strebt einen Betriebspuffer von etwa 2,5 Jahren an. Dies beeinflusst direkt die Größe und Frequenz der ETH-Verkäufe. Die Stiftung betonte, dass OTC-Geschäfte eine Möglichkeit seien, Vermögenswerte zu liquidieren, ohne den öffentlichen Markt direkt zu beeinflussen, und dies als Teil des Betriebskapitalmanagements dient. Stiftung fördert gleichzeitig Staking-Strategien Neben dem Verkauf von ETH hat die Ethereum Foundation kürzlich auch mit der Reserve-Staking begonnen. Im Februar 2026 kündigte die Stiftung an, rund 70.000 ETH in Staking-Programme einzubringen, um die Erträge wieder in die Stiftungskasse fließen zu lassen. Ziel ist es, die Vermögensverwaltung vielfältiger zu gestalten und die Abhängigkeit vom Verkauf von ETH zur Deckung der Ausgaben zu verringern. Aus den aktuellen öffentlichen Informationen lässt sich ableiten, dass die EF-Strategie in der nahen Zukunft zwei Hauptansätze verfolgt: Erstens den Verkauf von ETH über OTC, um Betriebskapital zu generieren, und zweitens die Investition in Staking, um kontinuierliche Erträge zu erzielen. Marktbeobachtung hinsichtlich der BitMine-Transaktion Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich insbesondere auf die Identität des Käufers BitMine. Laut Coingecko-Daten ist BitMine einer der größten institutionellen ETH-Halter, mit einem Bestand von über 4,5 Millionen ETH. Da es sich um ein börsennotiertes Unternehmen handelt, das ETH als Sparanlage hält, wird diese OTC-Transaktion auch als Teil des Trends der Unternehmenshaltung von ETH gesehen. Einige Medien und Community-Diskussionen konzentrieren sich auf die Entscheidung der Stiftung, ETH an große Unternehmen zu verkaufen. Es besteht die Befürchtung, dass solche Transaktionen die Konzentration von ETH bei Unternehmensreserven weiter erhöhen könnten. Reaktionen der Community sind gemischt Die öffentlichen Reaktionen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen. Ein Teil sieht den Verkauf als eine normale Maßnahme im Rahmen der bestehenden Treasury Policy, die durch OTC-Transaktionen den Verkaufsdruck auf den öffentlichen Markt verringert. Zudem hat die Stiftung die Verwendung der Mittel und das Gesamtmanagement der Reserven transparent dargelegt. Der andere Teil äußert Bedenken hinsichtlich der Handelspartner und der Konzentration der Token-Besitzverhältnisse. Wenn der Käufer ein großes Unternehmen ist, das ETH als Reserve hält, könnten Bedenken hinsichtlich der Struktur der ETH-Besitzverteilung aufkommen. Die Diskussionen konzentrieren sich vor allem auf Kapitalverteilung und Marktstruktur, nicht auf die Sicherheit des Protokolls.