Wall Street-Research- und Brokerage-Unternehmen Bernstein veröffentlichte einen aktuellen Bericht, in dem MicroStrategy als „die letzte Bitcoin-Zentralbank“ bezeichnet wird. Der Bericht hebt hervor, dass MicroStrategies aggressive HODLing-Strategie und innovative Finanzierungsstrukturen, kombiniert mit institutionellen Kapitalzuflüssen wie Spot-ETFs, die Kapitalbasis von Bitcoin grundlegend neu gestaltet haben und die Abhängigkeit vom spekulativen Kleinanlegermarkt deutlich verringert haben.
(Vorheriger Kontext: Strategy kauft weiter! MicroStrategy investiert erneut 1,57 Milliarden USD und erwirbt 22.000 Bitcoin, insgesamt über 760.000 Bitcoin im Bestand)
(Hintergrund: Bitwise-CEO: DeFi wird den Kryptomarkt aus dem Bärenmarkt führen; Strategy-Gründer: Bitcoin erholt sich)
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Mit der Reife von Spot-ETFs und dem Erwachen der Unternehmensreserven erlebt die Investorenstruktur von Bitcoin (BTC) eine stille, aber tiefgreifende Revolution. Das bekannte Wall Street-Forschungsinstitut Bernstein berichtet, dass starke institutionelle Kapitalflüsse eine widerstandsfähigere Eigentumsstruktur für Bitcoin schaffen.
Bernstein-Analysten betonen in ihrem Bericht, dass der Bitcoin-Markt nicht mehr der gleiche ist wie früher, der stark von „Kleinanleger-Spekulationskapital“ abhängig war. Mit der Reife der Spot-Bitcoin-ETFs und der großen Nachfrage von Großunternehmen und Finanzinvestoren hat sich die Investorenbasis von Bitcoin grundlegend gewandelt.
Daten zeigen, dass derzeit bis zu 14 % des weltweiten Bitcoin-Gesamtangebots von institutionellen Instrumenten gehalten werden, darunter ETFs, Unternehmensreserven und staatliche Stellen. Analysten weisen darauf hin, dass diese strukturelle Veränderung die Kapitalbasis von Bitcoin stärkt und die langfristige Widerstandsfähigkeit sowie die Perspektiven des Vermögenswerts bei starken Marktschwankungen erheblich verbessert.
Im Zuge dieser institutionellen Welle hebt Bernstein MicroStrategy hervor, das unter der Führung von Michael Saylor steht. Die Analysten bewerten das Unternehmen äußerst positiv und vergleichen es mit einer „letzten Bitcoin-Zentralbank (Bitcoin central bank of last resort)”.
Der Bericht stellt fest, dass MicroStrategy durch seine aggressive Asset-Accumulation-Strategie eine starke Unterstützung für den Markt bietet. Selbst in jüngsten Marktvolatilitäten hat das Unternehmen nicht gezögert, weiter zu kaufen. Laut Statistik hat MicroStrategy in diesem Jahr bereits über 66.231 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von knapp 85.000 USD erworben. Nach Einreichung der neuesten 8-K-Dokumente besitzt das Unternehmen nun über 761.000 Bitcoin im Wert von rund 56 Milliarden USD; die Verbindlichkeiten belaufen sich auf etwa 17 Milliarden USD, was die Bilanz äußerst robust macht.
Der Grund, warum MicroStrategy die Rolle einer „Zentralbank“ spielen kann, liegt darin, dass es erfolgreich die Brücke zwischen traditionellen Kapitalmärkten und Krypto-Assets geschlagen hat. Der Bericht hebt hervor, dass MicroStrategy seine mit Bitcoin verbundene Finanzierungsstruktur erweitert hat, insbesondere durch die Einführung von Vorzugsaktien (wie STRC), die speziell darauf ausgelegt sind, „Einkommensorientierte Investoren“ anzuziehen.
Laut Bernstein bietet dieses STRC-Produkt eine Dividende von bis zu 11,5 %, was die Nachfrage nach festen Erträgen in traditionellen Finanzmärkten genau trifft. Das wöchentliche Handelsvolumen hat bereits 2 Milliarden USD überstiegen. Das durch diese innovativen Finanzinstrumente aufgebrachte Kapital wird letztlich wieder in den Kauf von Bitcoin investiert, was einen starken positiven Kreislauf bildet, der die Kapitalbasis von Bitcoin kontinuierlich vergrößert.