Binance gab an, dass nur 126,1 Mio. USD an iranisch verbundene Wallets über Zwischenhändler gelangten, nicht 1,7 Mrd. USD wie berichtet.
Die Börse hat verwandte Konten entfernt und die Ergebnisse den Strafverfolgungsbehörden gemeldet.
Binance nannte eine Reduzierung der Sanktionsexposition um 96,8 % und jährliche Ausgaben von über 200 Mio. USD für Compliance.
Binance hat eine Compliance-Erklärung veröffentlicht, in der die Berichte über Iran-verbundene Geldflüsse angefochten werden. Dabei wurde behauptet, dass die Behauptungen die Untersuchung und die Ergebnisse falsch darstellen. Die Börse sagte, dass etwa 126,1 Millionen USD letztlich über Zwischenhändler an iranisch verbundene Wallets gelangten. Laut CEO Richard Teng hat Binance eine mehrmonatige Untersuchung abgeschlossen, Konten entfernt und die Ergebnisse den Behörden gemeldet.
Binance erklärte, dass die berichteten 1,7 Milliarden USD direkte Flüsse an iranische Einrichtungen ungenau seien. Laut dem Unternehmen sind die Gelder weder auf seiner Plattform entstanden noch dort angekommen.
Stattdessen beschrieb Binance einen komplexen Transaktionsweg mit mehreren Zwischen-Wallets. Die Börse sagte, mindestens drei nicht zugeordneten Wallets trennten Binance-Konten von den Endzielen.
Nach der Nachverfolgung der Aktivitäten stellte Binance fest, dass 126,1 Mio. USD an Wallets gelangten, die mit Iran verbunden sind. Davon waren etwa 24,1 Mio. USD mit Wallets verbunden, die mit der Islamischen Revolutionsgarde Irans in Verbindung stehen.
Das Unternehmen sagte, diese Verbindungen erst nach Beginn der Untersuchung erkannt zu haben. Daher habe man die betreffenden Konten entfernt und die Behörden informiert.
Binance nannte auch Konten, die mit Entitäten wie Blessed Trust und Hexa Whale verbunden sind. Diese Konten wurden nach interner Überprüfung entfernt.
Binance ging auf mehrere Behauptungen in aktuellen Berichten ein. Laut dem Unternehmen wurden keine Mitarbeiter entlassen, weil sie Compliance-Bedenken geäußert hatten. Richard Teng erklärte, dass alle Untersuchungen ohne Unterbrechung fortgesetzt wurden. Er betonte auch, dass das Unternehmen keine US- oder internationalen Sanktionsbestimmungen verletzt habe.
Außerdem sagte Binance, dass die Ermittler während der Überprüfung vollen Zugriff auf relevante Konten hatten. Das Unternehmen verwies auf interne Systemprotokolle, um diese Aussage zu untermauern. Binance wies zudem Behauptungen zurück, dass es Untersuchungen unterdrückt oder gestoppt habe. Stattdessen habe man jede Überprüfung abgeschlossen und die Ergebnisse den Strafverfolgungsbehörden gemeldet.
Binance hob Daten im Zusammenhang mit seinen Compliance-Bemühungen hervor. Das Unternehmen meldete eine Reduzierung der Sanktionsexposition um 96,8 % zwischen Januar 2024 und Juli 2025. Außerdem verzeichnete es einen Rückgang der direkten Exposition gegenüber vier großen iranischen Börsen um 97,3 % bis Januar 2026.
Diese Zahlen spiegeln Veränderungen im Handelsvolumen wider. Allein im Jahr 2025 bearbeitete Binance mehr als 71.000 Anfragen von Strafverfolgungsbehörden. Das Unternehmen half auch, über 131 Mio. USD an illegalen Mitteln zurückzugeben.
Binance sagte, dass es jährlich mehr als 200 Mio. USD für Compliance ausgibt. Etwa 20 % seiner Belegschaft sind auf regulatorische und investigative Aufgaben spezialisiert.