Analyst: Die Überhitzungsblase bei Bitcoin BTC wurde bereits verdaut, aber der Verkaufsdruck ist weiterhin vorhanden

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On-Chain-Datenanalyst Axel weist in seinem neuesten Forschungsbericht darauf hin, dass die Überhitzung des Bitcoin-Marktes vollständig beseitigt wurde und wieder in einem zyklisch neutralen Bereich liegt; jedoch befindet sich der aSOPR (adjustierte Spent Output Profit Ratio), der die Gesamtgewinne und -verluste des Marktes widerspiegelt, weiterhin im Verlustbereich. Axel sagt offen, dass das Kernproblem des aktuellen Marktes nicht darin besteht, ob Bitcoin billig genug ist, sondern ob der Verkaufsdruck bereits erschöpft ist.
(Frühere Zusammenfassung: Mayer-Index vs. MVRV Z-Score: Sind die beiden wichtigsten BTC-Top-Indikatoren zuverlässig?)
(Hintergrund: Bitcoin ist in den ersten 50 Handelstagen dieses Jahres um 23 % gefallen, was den schlechtesten Start in der Geschichte darstellt.)

Inhaltsverzeichnis

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  • MVRV Z-Score ist auf neutral gefallen, Bewertungsblase ist faktisch aufgelöst
  • aSOPR liegt seit 55 Handelstagen unter 1,0, Verkäufer erleiden weiterhin Verluste
  • Das eigentliche Problem ist der Verkaufsdruck

Seit dem Höchststand im Oktober 2025, der den aktuellen Zyklus markierte, hat sich der Markt über mehr als fünf Monate korrigiert. Zwei wichtige On-Chain-Indikatoren liefern nun widersprüchliche Signale: Einer sagt, die Blase sei geplatzt, der andere, der Verkaufsdruck sei noch nicht abgeklungen. Der neueste Forschungsbericht von Axel analysiert diese widersprüchlichen Signale.

MVRV Z-Score ist auf neutral gefallen, Bewertungsblase ist faktisch aufgelöst

Der MVRV Z-Score ist ein zentraler Indikator zur Messung der Überhitzung des Bitcoin-Marktes, der die Abweichung zwischen Marktkapitalisierung (Market Cap) und der realisierten Marktkapitalisierung (Realized Cap, also die Gesamtsumme der Buchkosten aller Coin-Inhaber) misst. Je höher der Wert, desto überhitzter ist der Markt, bei Werten nahe oder unter 0 deutet dies auf eine extrem niedrige Bewertung hin.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts lag der MVRV Z-Score bei 0,674, was im Vergleich zum Hochpunkt im Oktober 2025 (2,603) einen Rückgang um 74 % bedeutet. Dieser Wert liegt deutlich unter dem historischen Durchschnitt (1,72) und entfernt sich vom Alarmbereich der ersten Standardabweichung (3,55), der auf Überhitzung hinweist. Er befindet sich im zyklischen neutralen Bereich zwischen 0,5 und 1,0.

Axel Adler Jr. erklärt, dass der neutrale Bereich bedeutet, dass die Marktkapitalisierung derzeit nur moderat über der realisierten Marktkapitalisierung liegt. Das heißt, es besteht noch ein kleiner Buchgewinnspielraum, die Bewertungsblase ist jedoch vollständig aufgelöst. Aus historischer Sicht ist dieses Niveau oft ein Bereich, auf den langfristige Investoren achten, doch eine niedrige Bewertung allein löst keine Gegenbewegung aus.

aSOPR liegt seit 55 Handelstagen unter 1,0, Verkäufer erleiden weiterhin Verluste

Im Gegensatz zu den klaren Signalen des MVRV Z-Score zeigt der aSOPR (adjustierte Spent Output Profit Ratio) weiterhin Warnzeichen bezüglich Verkaufsdrucks. Zum Zeitpunkt der Berichtsveröffentlichung lag der 7-Tage-Durchschnitt bei 0,9926 und blieb seit 55 Handelstagen unter 1,0.

Der aSOPR ist ein direkter Indikator für die Gewinn- und Verlustsituation des Gesamtmarktes, mit einer einfachen, aber starken Logik:

  • aSOPR > 1,0: Verkäufer verkaufen mit Gewinn, Gewinnmitnahmen dominieren den Markt
  • aSOPR < 1,0: Verkäufer verkaufen mit Verlust, der Markt erfährt anhaltenden Verkaufsdruck
  • Bei 1,0: Die Grenze zwischen Bullen- und Bärenmarkt, ein wichtiger Trendwender

Seit dem letzten Mal, dass der aSOPR am 21. Januar 2026 über 1,0 gestiegen ist, konnte er diesen Wert nicht mehr für 55 Handelstage überschreiten. Das bedeutet, dass alle Versuche einer Erholung in diesem Zeitraum auf unentkaufte Verluste stießen, was den Aufwärtsimpuls begrenzt und eine weitere Aufwärtsbewegung erschwert.

Das eigentliche Problem ist der Verkaufsdruck

Angesichts der Diskrepanz zwischen niedrigem Bewertungsniveau und anhaltendem Verkaufsdruck macht Axel in seinem Bericht die eigentliche Problematik deutlich:

Das zentrale Problem des aktuellen Marktes ist nicht, ob Bitcoin billig ist, sondern ob der Verkaufsdruck bereits erschöpft ist. Zumindest momentan ist die Antwort negativ.“

Diese Einschätzung bedeutet, dass selbst bei Rückkehr zu einem neutralen Bewertungsniveau der Markt nur dann weiter steigen kann, wenn der Verkaufsdruck vollständig abgebaut ist. Axel schlägt daher eine Beobachtung vor:

Nur wenn der aSOPR mehrere Handelstage hintereinander über 1,0 bleibt, ist das ein klares Signal dafür, dass der Verkaufsdruck wirklich erschöpft ist und der Markt die Voraussetzungen für eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erfüllt.

Dies ist keine Anlageempfehlung.

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