In der heutigen Finanzwelt neben traditionellen Aktien- und Kryptowährungshandel gibt es eine direktere Möglichkeit, zukünftige Ereignisse zu monetarisieren: Event-Kontrakte. Ob Wirtschaftsberichte, Bitcoin-Preisentwicklungen oder Ergebnisse von Sportveranstaltungen – alles kann mit Yes- oder No-Wetten gehandelt werden. Dieser Artikel erklärt, wie man auf der Robinhood-App Event-Kontrakte für Vorhersagemärkte nutzt, anhand konkreter Beispiele, wie man handelt, Gewinne und Verluste berechnet und worauf beim Handel zu achten ist. Der Artikel basiert auf Prediction Markets Explained: How Event Contracts Work. Es handelt sich um eine Branchenbeobachtung, keine Anlageberatung.
Wichtige Hinweise vor dem Wetten auf Robinhood Event-Kontrakte
Event-Kontrakte: Einfach gesagt, handelt es sich um Wetten auf das Eintreten oder Nicht-Eintreten eines zukünftigen Ereignisses mit Yes oder No.
Vertragsbewertung: Event-Kontrakte werden auf dem offenen Markt gehandelt, der Preis liegt zwischen 0 und 1 US-Dollar. Der aktuelle Preis spiegelt die implizierte Wahrscheinlichkeit wider, dass das Ereignis eintritt.
Abrechnung: Wenn das Ereignis eintritt, wird der Kontrakt zum Wert von 1 US-Dollar abgerechnet; andernfalls zu 0 US-Dollar.
Auftragserteilung: Nutzer können Limit-Orders verwenden, um Kontrakte zu kaufen, und den Preis festlegen, den sie zu zahlen bereit sind.
Markttypen: Neben allgemeinen Ereignissen umfasst der Markt auch Sportwetten, inklusive Handicap- und Gesamtsummen-Wetten sowie Spielerleistungen.
Risiko: Es ist wichtig zu wissen, dass Event-Kontrakte keine Gewinn-Garantie bieten und der gesamte Einsatz verloren gehen kann.
Wie beeinflusst Liquidität den Handel?
Die Liquidität variiert je nach Ereignis, was bedeutet, dass es für manche Kontrakte schwieriger sein kann, Gegenparteien zu finden. Das wirkt sich direkt auf die Ausführung Ihrer Orders aus.
Wie wird der endgültige Abrechnungspreis eines Kontrakts bestimmt?
Der endgültige Wert hängt vom Ergebnis des Ereignisses ab. Wenn das Ereignis eintritt, ist der Abrechnungspreis 1 US-Dollar; wenn nicht, 0 US-Dollar.
Wie kauft man Event-Kontrakte?
Beispiel: „Wird Bitcoin bis Ende 2026 mehr als 100.000 US-Dollar wert sein?“ Wenn Sie optimistisch sind, wählen Sie „Ja“ und kaufen den Kontrakt.
Verstehen von Angebot und Auftrag
Der Preis eines Kontrakts liegt meist zwischen 0 und 1 US-Dollar.
Preisangabe: Wenn der „Ja“-Preis bei 0,41 US-Dollar liegt, kostet der Kauf eines Kontrakts 0,41 US-Dollar. Spread: Es gibt einen Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufspreis (z.B. 0,35 und 0,41). Für mehr Wettbewerbsfähigkeit können Sie eine Limit-Order setzen und einen Zwischenpreis (z.B. 0,38) manuell eingeben, anstatt den aktuellen Marktpreis zu akzeptieren.
Der Handel erfolgt nur, wenn jemand bereit ist zu verkaufen. Da es sich um einen öffentlichen Markt handelt, braucht jede Transaktion einen Gegenpart. Wenn Sie kaufen möchten, muss jemand verkaufen. Wenn niemand Ihren Preis akzeptiert, bleibt die Order „Pending“ oder wird abgelehnt.
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Risiko
Die Abrechnung bei diesen Kontrakten ist sehr einfach:
Richtige Vorhersage: Jeder Kontrakt wird mit 1 US-Dollar abgerechnet. Nach Abzug der Kosten (z.B. 0,35 US-Dollar) beträgt Ihr Nettogewinn 0,65 US-Dollar.
Falsche Vorhersage: Der Wert des Kontrakts fällt auf null, und Sie verlieren Ihren gesamten Einsatz.
Wichtige Hinweise
Zeitplan: Das ist das Wichtigste! Selbst wenn Bitcoin morgen 100.000 US-Dollar übersteigt, aber der Kontrakt erst Ende 2026 abgerechnet wird, müssen Sie bis dahin warten, um das Geld zu erhalten – es sei denn, Sie verkaufen den Kontrakt vorher.
Vertragsdetails: Überprüfen Sie unbedingt die „Vertragsbedingungen“, um die offiziellen Quellen für die Ergebnisfeststellung zu kennen und Streitigkeiten zu vermeiden.
Order-Management: Wenn Ihre Order noch pending ist, können Sie sie jederzeit im Detailbereich stornieren.
Risiken und Erträge sind klar definiert. Beim Handel ist es vor allem wichtig, „Zeit“ und „Abrechnungsbedingungen“ im Blick zu behalten.
Gewinn- und Verlustlogik sowie Eigenschaften von Event-Kontrakten
In einem Video auf Robinhood wird die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Risiko von Event-Kontrakten erklärt. Anhand praktischer Beispiele wird den Tradern der Unterschied zwischen „Einnahmen“ und „Gewinn“ verdeutlicht.
Wie berechnet man Gewinn und Verlust?
Beispiel: Kauf eines Kontrakts für den Sieg eines Golfprofis (Rory McIlroy) bei den US Masters:
Kaufkosten: Angenommen, der Preis pro Kontrakt beträgt 0,11 US-Dollar, und Sie kaufen 1000 Stück, also insgesamt 110 US-Dollar – dies ist die „Position“ (Einstiegskosten).
Richtige Vorhersage (Gewinn): Wenn der Spieler gewinnt, wird der Kontrakt mit 1 US-Dollar abgerechnet. Sie erhalten also 1.000 US-Dollar zurück.
Reingewinn: Abzüglich der ursprünglichen Investition (110 US-Dollar) ergibt sich ein Nettogewinn von 890 US-Dollar (vor Abzug von Transaktionsgebühren).
Kein Hebel: Diese Produkte unterscheiden sich von Futures oder Forex, da sie kein Hebelprodukt sind.
Vollständige Vorauszahlung: Beim Kauf müssen Sie den gesamten Handelsbetrag sofort bezahlen.
Maximaler Verlust: Ihr höchster Verlust ist auf den ursprünglichen Einsatz beschränkt. Wenn der Spieler nicht gewinnt, ist der Kontrakt wertlos (0 US-Dollar), und Sie verlieren die 110 US-Dollar plus Transaktionskosten. Es gibt keine Margin Calls oder Nachschusspflichten.
Vorzeitiges Schließen möglich: Obwohl der Vertrag ein Enddatum hat, können Trader ihn vorzeitig verkaufen, wenn sie Gewinne realisieren oder das Risiko minimieren möchten.
Das Prinzip ist ähnlich wie „alles oder nichts“: Gewinnen Sie, erhalten Sie 1 US-Dollar; verlieren Sie, ist der Wert 0. Wichtig ist, dass der eingesetzte Betrag das maximale Risiko darstellt, und der Rückfluss nach Abzug der Kosten der tatsächliche Gewinn ist.
Dieser Artikel erklärt, wie Robinhood Event Contracts funktionieren. Ursprünglich veröffentlicht bei Chain News ABMedia.