
Das Pentagon hat beim Weißen Haus einen Antrag gestellt, um zusätzlich 200 Milliarden US-Dollar für den Iran-Krieg bereitzustellen. Bei einem aktuellen Bitcoin-Preis von etwa 68.600 US-Dollar entspricht das ungefähr 2.915.451 Bitcoin, fast 3 Millionen. Dieser Antrag wurde bereits von Mitgliedern beider Parteien abgelehnt, bevor er offiziell dem Kongress vorgelegt wurde.
(Quelle: Shaun Edmondson)
US-Regierung: Halten etwa 328.372 Bitcoin (200 Mrd. US-Dollar entsprechen dem 8,6-fachen ihrer Bestände)
MicroStrategy (größter öffentlicher Bitcoin-Halter): 761.068 Bitcoin (ca. 3,7-fach)
BlackRock iShares IBIT (größter Bitcoin-Fonds): ca. 785.629 Bitcoin (ca. 3,6-fach)
Binance: über 639.000 Bitcoin (ca. 4,4-fach)
Satoshi Nakamoto (geschätzte Bestände): ca. 1,096 Millionen Bitcoin (ca. 2,6-fach)
Summe der Top 10 US-Spot-Bitcoin-ETFs: ca. 1,52 Millionen Bitcoin (ca. 1,86-fach)
Summe der weltweit führenden 100 öffentlich zugänglichen Bitcoin-Reserven: 1.176.615 Bitcoin (ca. 2,4-fach)
Der anschaulichste Vergleich ist vielleicht mit der verbleibenden Menge an Minen-Bitcoin: Laut Blockchain.com sind derzeit 20.003.043 Bitcoin im Umlauf, knapp 996.957 Bitcoin fehlen noch bis zum Limit von 21 Millionen. 200 Milliarden US-Dollar entsprechen 2,83-mal der verbleibenden zu minenden Bitcoin-Menge.
Der Kernunterschied hinter dieser Rechnung ist die fundamentale Divergenz zwischen dem Fiat-Geldsystem und der Bitcoin-Ökonomie. Die US-Regierung kann eine Anfrage von 200 Milliarden US-Dollar für den Krieg stellen, weil das US-Dollar-System unbegrenzt durch Schuldenaufnahme die Bilanz erweitern darf — die US-Staatsverschuldung liegt derzeit bei über 39 Billionen US-Dollar. Große Militärausgaben werden durch die Ausgabe von Staatsanleihen finanziert, ohne dass vorher knappe Ressourcen angespart werden müssen.
Bitcoin funktioniert ganz anders. Das maximale Angebot ist im Code auf 21 Millionen Bitcoin festgelegt. Neue Coins werden nur durch Mining in einzelnen Blöcken ausgegeben, keine Institution kann willkürlich neue Bitcoin erschaffen. Damit ist die Ansammlung von 3 Millionen Bitcoin in der Realität nahezu unmöglich, da diese Menge die Gesamtbestände aller Institutionen, Regierungen und wichtigsten Börsen übersteigt.
Der Coinbase-CEO Brian Armstrong sagte auf X: „Bitcoin kann Inflation ausgleichen. Wenn die Ausgaben außer Kontrolle geraten, fließt Kapital in Bitcoin.“ Diese Logik beginnt auch die politische Rhetorik zu beeinflussen — im März 2025 veröffentlichte die Trump-Regierung eine Executive Order zur Einrichtung eines strategischen Bitcoin-Reserves, bei dem Bitcoin als nationales Reservevermögen gilt, das nicht verkauft werden soll.
Überhaupt nicht. Das Budget des Pentagon ist in US-Dollar ausgewiesen und wird durch Kongresszuschüsse und Staatsverschuldung finanziert, ohne direkten Bezug zu Kryptowährungen. Die Verwendung von Bitcoin als Maßeinheit dient nur als anschauliche Vergleichsgröße, um den Umfang der Regierungsausgaben in marktüblichem Vokabular verständlich zu machen.
US-Dollar sind gesetzliches Zahlungsmittel, das durch unbegrenzte Ausgabe von Staatsanleihen vermehrt werden kann. Die maximale Bitcoin-Menge ist im Code auf 21 Millionen festgelegt und kann nur langsam durch Mining erhöht werden. 200 Milliarden US-Dollar in Bitcoin-Äquivalent übersteigen die Gesamtbestände aller großen Institutionen weltweit und sind in der Realität unmöglich auf einmal zu beschaffen.
Derzeit besteht kein direkter Zusammenhang. Die Einrichtung eines strategischen Bitcoin-Reserves zeigt, dass Beamte untersuchen, wie man ohne zusätzliche Budgetmittel mehr Bitcoin erwerben kann, nicht dass sie Kriegsgelder für den Kauf von Kryptowährungen verwenden. Beide Maßnahmen laufen parallel, doch die Rechnung offenbart eine tiefere Widersprüchlichkeit: Die Bestände der US-Regierung an Bitcoin (etwa 328.000 Bitcoin) stehen im krassen Gegensatz zu ihren Fiat-Schulden (200 Mrd. US-Dollar nur für den Iran-Krieg).