Trump kündigte eine fünf Tage lange Pause bei Angriffen auf den Iran an. Der Kryptomarkt reagierte innerhalb von 20 Minuten heftig: BTC stieg um über 5 %, die Ölpreise brachen um 14 % ein. Der Krypto-Market Maker Wintermute OTC-Trader Jasper de Maere veröffentlichte sofort einen Beitrag, in dem er drei Szenarien skizzierte: Das optimistischste Ziel sind 80.000 $, das pessimistischste testen 65.000 $.
(Frühere Zusammenfassung: Der Iran droht, die Ölpreise auf über 200 US-Dollar zu treiben, und greift die Schiffe im Hormuz-Golf an.)
(Hintergrund: Wintermute berichtet, dass der Ethereum-OTC-Markt „knapp ist“: Signale, die Investoren verstehen sollten.)
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Mit der vorübergehenden Entspannung im Nahost-Konflikt atmet auch der Kryptomarkt auf. Wintermute OTC-Trader Jasper de Maere analysiert, dass sich der Markt derzeit in einer „geopolitischen Zwickmühle“ befindet. Die fünf Tage Pause, die Trump angekündigt hat, sind zum kurzfristigen Treiber für die Asset-Preise geworden.
Jasper weist darauf hin, dass Bitcoin Anfang dieser Woche stark performte, von unter 68.000 US-Dollar auf über 70.000 US-Dollar stieg und zwischendurch 71.000 US-Dollar erreichte. Dieser Anstieg resultierte vor allem daraus, dass der Markt die zuvor durch den Nahost-Konflikt aufgebauten „Risiko-Preise“ abbaute.
Dennoch bestehen makroökonomische Druckfaktoren:
Interessanterweise performte Bitcoin unter makroökonomischem Druck besser als sichere Häfen. Gold erlebte letzte Woche die schlimmste Woche seit 1983 mit einem Rückgang von über 10 %, hauptsächlich weil der US-Dollar-Index (DXY) die 100er-Marke durchbrach und dadurch gehebelte Long-Positionen liquidiert wurden.
Im Gegensatz dazu wurde Ethereum (ETH) zum Ausnahmephänomen in dieser turbulenten Zeit. Jasper beobachtet, dass in einem Umfeld „länger hoher Zinsen“ die Staking-Erträge von Ethereum für Institutionen enorm attraktiv sind:
„Trotz der Turbulenzen flossen letzte Woche rekordverdächtige 160,8 Mio. USD in Ethereum-ETFs. Angesichts der möglichen langfristig hohen Zinsen gewinnt das Ertragsmodell von ETH bei Investoren an Beliebtheit.“
Jasper de Maere glaubt, dass die Pause die geopolitischen Risikoaufschläge bereits reduziert hat. Der Markt beginnt, die Positionen vor dem Optionsablauf am 27.3. neu zu justieren. Der maximale Schmerz (max pain) für BTC liegt derzeit bei etwa 70.000 $.
Wenn die nächsten Tage Brent-Öl stabil bei rund 100 US-Dollar bleibt und die diplomatischen Verhandlungen Fortschritte machen, könnten Inflationsängste nachlassen. Die zuvor im letzten Wochenabschnitt ausgelösten Erwartungen auf Zinssenkungen könnten teilweise wieder aufleben. Positive Signale im Hormuz-Golf für den Ölschiffverkehr würden die makroökonomischen Widerstände im Wesentlichen aufheben.
Jasper meint, in diesem Szenario könnte BTC auf die Widerstandszone 74K–76K $ steigen, die bereits zweimal den Durchbruch blockiert hat und eine wichtige technische Hürde darstellt.
Wenn die fünf Tage Pause scheitert, die Verhandlungen zerbrechen und die Einschränkungen im Hormuz-Golf bestehen bleiben, steigt die Risikoaufschlagsprämie für Öl erneut. Die Inflationssorgen bleiben hoch, was die Erwartungen an eine Zinssenkung durch die Fed weiter verzögert. Der Markt kehrt in den Risk-off-Modus zurück. In diesem Fall könnte BTC erneut die Unterstützung bei etwa 65.000 $ testen.
Der optimistischste Fall ist eine anhaltende Entspannung im Konflikt, eine allmähliche Normalisierung des Schiffsverkehrs und die Erfüllung folgender drei Bedingungen:
In diesem Szenario sieht Jasper ein Potenzial für BTC, auf 80.000 $ zu steigen.
Derzeit liegt BTC stabil bei 70K–71K $, genau im Bereich des Max Pain. Vor dem Optionsabschluss am Donnerstag ist der Markt besonders sensitiv gegenüber geopolitischen Signalen. Jede Verhandlungsmeldung könnte verstärkt werden.
Jaspers drei Szenarien laufen im Kern auf eine zentrale Variable hinaus: Kann der Schiffsverkehr im Hormuz-Golf wieder normalisiert werden? Die Entwicklung der Öltanker, die iranische Diplomatie und die Aussagen der Fed-Vertreter sind die entscheidenden Faktoren, die die Richtung von BTC um den 27. März bestimmen werden.