Der neue Ethereum-Fahrplan legt einen phasenweisen Weg zu quantensicherer Sicherheit mit schrittweisen Upgrades in den Kernnetzwerkschichten fest.
Die langfristigen Sicherheitspläne von Ethereum werden immer transparenter. Die Ethereum Foundation hat ein spezielles post-quantum security hub eingerichtet. Es vereint jahrelange Forschung und legt zentrale Prioritäten in den wichtigsten Systemschichten fest.
Die Ethereum Foundation hat eine neue öffentliche Website gestartet, die ihren Bemühungen um post-quantum security gewidmet ist. Die Plattform dient als zentrales Hub für Forschung und Entwicklung, um Ethereum auf potenzielle Risiken durch Quantencomputing vorzubereiten.
Es wird erwartet, dass Quantencomputer die derzeitige Public-Key-Kryptographie herausfordern, die die Sicherheit der Blockchain untermauert. Durch die Bündelung ihrer Arbeiten an einem Ort bietet die Foundation eine bessere Transparenz ihrer langfristigen Strategie zur Bewältigung dieser aufkommenden Bedrohungen.
Heute starten mehrere Teams bei der EF https://t.co/L9ZOUoRNNB, eine spezielle Ressource für Ethereums post-quantum security effort.
Was 2018 mit frühen STARK-basierten Signaturaggregation-Forschungen begann, hat sich zu einer koordinierten, multi-team-übergreifenden Initiative entwickelt, alles Open Source.…
— Ethereum Foundation (@ethereumfndn) 24. März 2026
Laut der Foundation geht die Arbeit auf eine achtjährige Geschichte zurück, einschließlich früher Forschungen im Jahr 2018 zu STARK-basierter Signaturaggregation.
EF-Forscher sehen das Problem als eine langfristige Herausforderung. Sie sind der Ansicht, dass Ethereum Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte sicher bleiben muss. Obwohl Quantencomputer keine unmittelbare Bedrohung darstellen, könnte ein zu langes Zögern Risiken schaffen.
Statt eines einzelnen Upgrades würde die Umstellung schrittweise im gesamten System erfolgen. Das Ziel ist, Flexibilität in das Ethereum-Design einzubauen, sodass Sicherheitsmethoden im Laufe der Zeit aktualisiert werden können, ohne das Netzwerk zu stören.
Die Arbeiten auf der Ausführungsebene konzentrieren sich darauf, wie Nutzer Transaktionen signieren und ihre Konten sichern. Forscher fördern einen schrittweisen Übergang zu quantensicheren Methoden durch Kontenabstraktion.
Letzten Monat warnte Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin, dass Quantencomputing Risiken für wichtige Teile des Netzwerks darstellen könnte. Seine Kommentare kamen, als die Ethereum Foundation ihre langfristige „Strawmap“ vorstellte.
Laut der neu gestarteten Website plant das Protokoll, Meilensteine in Phasen einzuführen. Zuerst ein Register für quantensichere Schlüssel, dann Unterstützung für quantensichere Validator-Nachrichten und schließlich ein vollständig quantensicherer Konsensmechanismus.
Forscher untersuchen auch, wie Datenverfügbarkeit und zukünftige Datenspeichermethoden mit ähnlichen kryptografischen Ansätzen gesichert werden können.
_Bildquelle: _Strawmap
In der Zwischenzeit zeigt die EF-Protokoll-Roadmap die derzeitige Übereinstimmung unter den Architekturteams des Unternehmens. Allerdings kann sie sich ändern, während Forschung und Entwicklung voranschreiten. Endgültige Entscheidungen werden durch den offenen Governance-Prozess von Ethereum getroffen, etwa durch Diskussionen unter den Kernentwicklern.
Neben der Roadmap enthält die Website eine detaillierte FAQ, die die aktuellen Überlegungen der EF zur post-quantum security erklärt. Sie betont auch, dass die Foundation Ethereum nicht kontrolliert oder eigenständig Protokollrichtlinien festlegt.
Änderungen am Protokoll erfolgen weiterhin durch offene Community-Prozesse, wie z.B. All Core Devs.
Der Unterschied ist wichtig, weil die Umstellung von Ethereum auf quantensichere Technologie Zeit in Anspruch nehmen wird. Wahrscheinlich wird es Jahre an Forschung, Tests und Gemeinschaftsentscheidungen brauchen, kein einzelner Beschluss.
Außerdem fördert die Website das zweite jährliche Post-Quantum Research Retreat, das vom 9. bis 12. Oktober 2026 in Cambridge, UK, stattfinden wird. Die Veranstaltung bringt Forscher, Entwickler und institutionelle Teilnehmer zusammen, um über post-quantum cryptography und dezentrale Systeme zu diskutieren.