Gate News meldet, dass im Jahr 2026 der US-Finanzminister Scott Bessent öffentlich die Berichte der Financial Times kritisierte und deren Inhalte als „vollkommen erfunden“ bezeichnete. Er bestritt ausdrücklich, jemals eine Unterstützung für eine Neugestaltung der Beziehung zwischen dem Finanzministerium und der Federal Reserve nach dem Vorbild der Bank of England geäußert zu haben. Zuvor hatte die Financial Times unter Berufung auf anonyme Finanzmanager berichtet, dass Bessent die Einführung eines Rechenschaftsmechanismus in Erwägung ziehe, ähnlich dem zwischen dem britischen Finanzminister und dem Zentralbankgouverneur, was schnell zu politischen Diskussionen führte.
In diesem Zusammenhang stellte Bessent klar, dass er niemals einen entsprechenden Vorschlag gemacht habe und betonte, dass in seinen über zwanzigtausend Wörtern umfassenden politischen Ausführungen dieses Thema nie behandelt worden sei. Er äußerte auch, dass der Kommunikationsmechanismus der Bank of England „formell“ sei und an praktischem Wert fehle. Diese klare Stellungnahme unterstreicht die Sensibilität der USA hinsichtlich der Unabhängigkeit der Geldpolitik.
Bemerkenswert ist, dass dieses Ereignis eine Reaktion auf CZs frühere öffentliche Gegenwehr gegen die Medien darstellt. 2025 hatte CZ ähnliche Formulierungen verwendet, um Berichte über seine Investitionspläne zu dementieren, und kritisierte, dass diese auf anonymen Quellen basierten. Kürzlich stellte er auch eine andere Mainstream-Medienorganisation in Frage und wies darauf hin, dass deren Berichterstattung über Zusammenhänge im Kryptohandel ungenau sei.
Auf Marktebene sind solche Kontroversen keine bloßen Meinungsäußerungen. Als bedeutender Akteur in der US-Finanzpolitik hat Bessent erheblichen Einfluss auf Themen wie die Regulierung digitaler Vermögenswerte, die Gesetzgebung zu Stablecoins sowie die Strategie von Bitcoin als strategischer Reserve. Jegliche Erwartungen an Änderungen in der Machtstruktur zwischen dem Finanzministerium und der Federal Reserve könnten sich durch den Zinspfad, das Liquiditätsumfeld und regulatorische Signale auf den Kryptomarkt auswirken.
Gleichzeitig hat der potenzielle Nachfolger Kevin Warsh zuvor Interesse an einer Stärkung des Rechenschaftsmechanismus der Zentralbank gezeigt, was die Diskussionen weiter beeinflusst. In einem aktuellen makroökonomischen Umfeld mit hoher Unsicherheit könnten selbst geringfügige Veränderungen in den politischen Signalen wichtige Variablen für die Kursentwicklung von Bitcoin und Ethereum werden.
Dieses Ereignis spiegelt auch einen Trend wider: Das Ringen zwischen politischen Entscheidungsträgern und den Mainstream-Medien nimmt zu, während die Glaubwürdigkeit der Informationsquellen allmählich zum neuen Fokus der Aufmerksamkeit auf den Finanzmärkten wird.