Große Investoren akkumulieren weiterhin Bitcoin mit bemerkenswerter Geschwindigkeit, während die geopolitischen Spannungen eskalieren und die makroökonomische Lage weiterhin nicht stabil ist. On-Chain-Daten, die von Santiment veröffentlicht wurden, zeigen, dass große Wallets innerhalb eines Monats weitere mehr als 61.000 BTC eingesammelt haben, was widerspiegelt, dass der langfristige Glaube weiterhin vorhanden ist, selbst wenn der kurzfristige Markt noch stark schwankt.
Laut Statistik hat die Gruppe der „Whales“ und „Sharks“ – also Adressen, die zwischen 10 und 10.000 BTC halten – den Gesamtbestand im vergangenen Monat um 0,45% erhöht. Gleichzeitig hat die Gruppe der sehr kleinen Wallets unter 0,01 BTC leicht um 0,42% zugelegt, was etwa 213 BTC entspricht. Diese Zahlen zeigen, dass es am Markt nicht nur Akkumulationsaktivitäten von großen Akteuren gibt, sondern auch eine gewisse Beteiligung von kleineren Privatanlegern, auch wenn das Maß an Überzeugung noch nicht wirklich explodiert.
Bemerkenswert ist zudem, dass der Trend, BTC von Börsen abzuziehen, den gesamten Monat März über anhielt – ein Signal, das üblicherweise so verstanden wird, dass Investoren Bitcoin in Aufbewahrungs-Wallets verlagern, statt sich unmittelbar auf einen Verkauf vorzubereiten. Wenn die abfließenden Gelder von der Börse zunehmen, kann der Verkaufsdruck am Umlaufmarkt sinken, wodurch sich die Bedingungen für eine Kurskorrektur bzw. Erholung verbessern können, sofern die Nachfrage weiter anhält.
Währenddessen bleibt die Markteinstellung recht zurückhaltend: Der Crypto Fear & Greed Index befindet sich weiterhin tief in der Zone „extreme fear“. In früheren Zyklen waren die Phasen, in denen Wale still einkauften, während Privatanleger aus Angst verkauften, typischerweise ein günstiges Umfeld für einen neuen Aufwärtsschub – auch wenn das nicht bedeutet, dass der Kurs nicht sofort nach oben durchbrechen würde.
Trotzdem gibt es große Wallets, die einen anderen Weg wählen: Einige Wale haben in Phasen starker Kursvolatilität dutzende Millionen USD auf die Börse verlagert, was darauf hindeutet, dass der Markt noch nicht vollständig einheitlich ist. Das lässt Bitcoin in einem Zustand von „Vorsicht bei Ausbrüchen“: Der heimliche Kaufdruck großer Wallets könnte den Aufwärtstrend stützen, aber die Angststimmung der Masse könnte dazu führen, dass die kurzfristigen Schwankungen weiterhin hoch bleiben.