Morgan Stanley plant, seinen vorgeschlagenen Spot-Bitcoin BTC$65,895.18 Exchange-Traded Fund (ETF) mit 14 Basispunkten zu bepreisen, einem Niveau, das gerade unter den derzeit günstigen Optionen für ähnliche Produkte liegt, gemäß einer geänderten Einreichung bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC). Dieser Schritt könnte eine neue Runde des Wettbewerb um Gebühren unter bestehenden Fonds auslösen.
Die neueste S-1-Einreichung, die am Freitag eingereicht wurde, zeigt, dass die Bank Konkurrenten unterbietet, die näher bei 15 bis 25 Basispunkten liegen. Die niedrigste Gebühr auf dem Markt heute ist Grayscale’s Bitcoin Mini Trust ETF BTC$65,895.18, der eine Kostenquote von 0,15 % hat. Größere Fonds, einschließlich BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT), bepreisen ihre Produkte mit 25 Basispunkten.
Auf dem Papier sieht die Lücke eng aus. In der Praxis könnte es jedoch ausreichen, um Geld zu verschieben.
Spot-Bitcoin-ETFs bieten nahezu identische Expositionen. Jeder Fonds hält Bitcoin und zielt darauf ab, seinen Preis nachzuverfolgen. Das lässt die Kosten als eine der wenigen Variablen, auf die Investoren und Berater reagieren können. Ein Finanzberater kann einen Kunden mit einem einzigen Trade von einem ETF zu einem anderen bewegen, während er die gleiche Exposition beibehält und die jährlichen Gebühren senkt.
Diese Dynamik hat den ETF-Markt bereits geprägt, und kostengünstigere Produkte tendieren dazu, Zuflüsse anzuziehen, während Fonds mit höheren Gebühren im Laufe der Zeit Vermögenswerte verlieren können. Grayscale’s Flaggschiffprodukt, der Bitcoin Trust (GBTC), hält etwa 10 Milliarden Dollar an Vermögenswerten, im Vergleich zu 29 Milliarden Dollar bei der Einführung im Januar 2024.
Die Größe von Morgan Stanley fügt eine weitere Ebene hinzu. Der Vermögensverwaltungsbereich beaufsichtigt Billionen von Kundenvermögen und hat eines der größten Beraternetzwerke in der Branche. Selbst kleine Zuordnungsänderungen in dieser Basis könnten Milliarden von Dollar zwischen Fonds bewegen.
Die Preisentscheidungen weisen auch auf eine Strategie hin. Indem Morgan Stanley mit einer niedrigeren Gebühr eintritt, könnte das Unternehmen darauf abzielen, schnell Marktanteile in einem Markt zu gewinnen, in dem Produkte schwer zu unterscheiden sind. Kosten und Zugang, nicht die Struktur, entscheiden oft darüber, welche Fonds wachsen.
Die Einreichung folgt der Bestätigung von der New Yorker Börse, dass sie eine Notiz zur Listung für MSBT ausgegeben hat, was signalisiert, dass das Produkt schnell mit dem Handel beginnen könnte, wenn es genehmigt wird.
Wenn die Regulierungsbehörden zustimmen, wäre der Fonds der erste Spot-Bitcoin-ETF, der direkt von einer großen US-Bank ausgegeben wird, und würde eine neue Wettbewerbsphase einleiten, in der Gebühren und Verteilung das Ergebnis bestimmen.