US-Senatoren Cynthia Lummis und Bill Cassidy haben am Montag das „Mined in America Act“ eingebracht, um das inländische Bitcoin-Mining zu stärken und eine Strategische Bitcoin-Reserve zu formalisieren. Der Vorschlag folgt auf die März-Exekutivverordnung von Präsident Donald Trump und soll den Ausbau der Mining-Infrastruktur ermöglichen, die ausländische Abhängigkeit reduzieren und digitale Vermögenswerte tiefer in das US-Finanzsystem einbetten.
Der Gesetzentwurf baut unmittelbar auf Trumps früherer Exekutivverordnung auf, die eine Strategische Bitcoin-Reserve eingerichtet hat. Diese Reserve nutzt Bitcoin, der durch straf- und zivilrechtliche Einziehungen beschlagnahmt wurde und beim Finanzministerium verwahrt wird.
Darüber hinaus will die Gesetzgebung diese exekutive Maßnahme in dauerhaftes Recht überführen. Gesetzgeber ordneten zudem das Mining als zentrale Quelle für Lieferungen ein, die die langfristige Struktur der Reserve stützen soll.
Lummis sagte, die Initiative decke sich mit Trumps Zusage, die USA zu einem globalen Krypto-Zentrum zu machen. Cassidy betonte hingegen die wachsende Rolle des Minings innerhalb der nationalen Wirtschaft.
Der Vorschlag führt ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm für Mining-Anlagen und -Pools ein. Das Handelsministerium würde dieses System überwachen und dabei Vorgaben für Compliance und betriebliche Benchmarks festlegen.
Bemerkenswert ist, dass zertifizierte Betreiber damit beginnen müssen, Hardware abzubauen, die mit ausländischen Gegnern verbunden ist. Diese Anforderung zielt auf Lieferkettenrisiken ab, die mit der Dominanz der Fertigung im Ausland verbunden sind.
Außerdem weist der Gesetzentwurf Bundesbehörden an, die Produktion von inländischer Mining-Hardware zu unterstützen. Programme unter dem National Institute of Standards and Technology würden US-Hersteller dabei unterstützen, sichere Ausrüstung aufzubauen.
Laut dem Satoshi Action Fund kontrollieren die USA 38% der weltweiten Bitcoin-Hashrate. Allerdings kommt weiterhin 87% der Mining-Hardware aus China.
Dennis Porter bezeichnete dieses Ungleichgewicht als strukturelles Risiko für die Führungsrolle der USA. Infolgedessen zielt der Gesetzentwurf darauf ab, die Infrastruktur zu lokalisieren und externe Abhängigkeiten zu verringern.
Gleichzeitig betritt der Vorschlag ein komplexes politisches Umfeld. Andere Krypto-Gesetzgebung, einschließlich des CLARITY Act, müsse wegen regulatorischer Meinungsverschiedenheiten Verzögerungen hinnehmen.
Separat hat Senatorin Elizabeth Warren Bedenken hinsichtlich Sicherheitsrisiken geäußert, die mit dem chinesischen Mining-Unternehmen Bitmain verbunden sind. Bundesbehörden prüfen, ob solche Ausrüstung Überwachungsbedrohungen darstellen könnte.