OpenAI-Aktien im Sekundärmarkt „gehen nicht weg“, Anleger drängen in Anthropic und setzen darauf, dass die Bewertung vorbeizieht

ChainNewsAbmedia

Obwohl OpenAI am Dienstag gerade die größte Finanzierungsrunde der Geschichte abgeschlossen hat, verlieren seine Aktien im privaten Sekundärmarkt still und leise an Käufergunst. Gleichzeitig löst der Wettbewerber Anthropic eine Kaufwelle aus: Investoren setzen mit konkretem Handeln ein neues Urteil über das zukünftige Potenzial der beiden KI-Giganten.

Sechs Milliarden US-Dollar: OpenAI-Aktien zum Verkauf, aber ohne Nachfrage

Laut einem Bericht von Bloomberg erklärte der Gründer der Sekundärmarkt-Plattform Next Round Capital, Ken Smythe, dass in den vergangenen Wochen insgesamt sechs Hedgefonds und Venture-Capital-Investoren wiederholt aufgetaucht seien, um Aktien im Gesamtwert von rund 600 Millionen US-Dollar aus dem OpenAI-Bestand zu verkaufen. Doch die Marktreaktion sei kühl gewesen:

„Wir haben in unserer Datenbank hunderte institutionelle Investoren, aber wir finden überhaupt niemanden, der bereit ist, diese Aktien zu übernehmen. Im Vergleich dazu wurden die gleichen Aktien im vergangenen Jahr oft innerhalb weniger Tage restlos aufgekauft.“

Derzeit liegt die Gebotsbewertung für OpenAI-Aktien bei etwa 7,65 Milliarden US-Dollar – gegenüber seiner jüngsten Bewertung von 8,5 Milliarden US-Dollar entspricht das nahezu neun Zehnteln, der Rückgang ist deutlich.

(OpenAI plant eine Bewertung von 8,52 Milliarden US-Dollar und sammelt 1,22 Milliarden US-Dollar ein – reicht dieses Geld nur für ein Jahr an Ausgaben?)

Kaufgelder strömen in Anthropic, Wachstum der Bewertung um über fünfzig Prozent

Gleichzeitig übernimmt Anthropic den Großteil der Marktnachfrage. Auf derselben Plattform haben Käufer bereits bis zu 2 Milliarden US-Dollar an Mitteln bereitliegen, um in Aktien von Anthropic zu investieren; auch die Kaufnachfrage, die auf der zweiten Sekundärmarkt-Plattform Hiive registriert wurde, hat 1,6 Milliarden US-Dollar überschritten.

Der Co-Gründer von Augment, Adam Crawley, sagte, die Marktbewertung für Anthropic liege bei etwa 6 Milliarden US-Dollar – mehr als 50 % über der Bewertung der vorherigen Finanzierungsrunde von 3,8 Milliarden US-Dollar:

„Das Chance-Risiko-Verhältnis spricht aktuell eher für Anthropic. Alle setzen darauf, dass die Bewertung von Anthropic am Ende OpenAI einholen und sogar übertreffen wird. Aber wenn du jetzt OpenAI kaufst, gibt es im kurzfristigen Ertrag viel Unsicherheit.“

Unternehmensausrichtung und Kostenstruktur: Venture-Investoren wechseln in Schlüsselbereiche

Analysten zufolge liegt die grundlegende Ursache für die veränderte Haltung der Investoren in den Unterschieden in den Geschäftsstrategien beider Unternehmen.

OpenAI verfügt zwar über eine enorme Nutzerbasis bei Verbrauchern, doch die Erschließung des profitableren Unternehmens-Kundensegments verläuft langsam. Zudem werden weiterhin enorme Summen in den Aufbau von grundlegender Infrastruktur investiert, wodurch die Betriebskosten hoch bleiben. Anthropic hingegen ist genau umgekehrt: Das Unternehmen hat sich bereits eine führende Stellung im Unternehmensmarkt mit hohen Margen erarbeitet, und der Wachstumspfad wird vom Markt allgemein positiv bewertet.

Zu beachten ist, dass Morgan Stanley (Morgan Stanley) und Goldman Sachs (Goldman Sachs) begonnen haben, OpenAI-Aktien ihren Wealth-Management-Kunden anzubieten und keine Gebühren (carry fees) zu erheben. Beim Handel von Anthropic-Aktien auf der Goldman-Sachs-Plattform werden jedoch weiterhin nach üblichen Gepflogenheiten etwa 15 % bis 20 % der Gewinne als Beteiligungsanteil abgezogen.

(Wie können Privatanleger in OpenAI investieren? Eine Analyse der indirekten Aufstellung vor dem IPO)

Staatlicher Druck und Managementlücken: Das größte Risiko für Anthropic

Natürlich ist Anthropic nicht ohne Herausforderungen. Das Unternehmen wurde jüngst vom US-Verteidigungsministerium als Lieferketten-Risiko in eine Blacklist aufgenommen und anschließend von Regierungsstellen gesperrt; das Unternehmen hat dagegen Klage eingereicht. Vor wenigen Tagen kam es zudem zu einem schweren Vorfall bei der Cybersicherheit, bei dem versehentlich der interne Quellcode des Claude-Modells offengelegt wurde – das hat bei Außenstehenden Zweifel an seinem internen Management ausgelöst.

OpenAI hingegen gab am Dienstag bekannt, dass es eine Finanzierung über 122 Milliarden US-Dollar abgeschlossen hat – die größte ihrer Art in der Geschichte. Zu den Geldquellen zählen Tech-Giganten, Venture-Capital-Fonds und Privatanleger. Doch selbst wenn die Nachfrage im Primärmarkt stabil aussieht, spiegeln Geldströme im Sekundärmarkt oft deutlicher die tatsächlichen Einschätzungen kluger Investoren wider.

Der Beitrag „OpenAIs Sekundärmarkt lässt sich nicht verkaufen“: Investoren drängen in Anthropic und setzen auf eine Bewertung, die nach oben zieht, erschien zuerst auf 链新聞 ABMedia.

Disclaimer: The information on this page may come from third parties and does not represent the views or opinions of Gate. The content displayed on this page is for reference only and does not constitute any financial, investment, or legal advice. Gate does not guarantee the accuracy or completeness of the information and shall not be liable for any losses arising from the use of this information. Virtual asset investments carry high risks and are subject to significant price volatility. You may lose all of your invested principal. Please fully understand the relevant risks and make prudent decisions based on your own financial situation and risk tolerance. For details, please refer to Disclaimer.
Kommentieren
0/400
Keine Kommentare