Gate News-Nachricht: Jüngst haben Berichte über den Tod der weltweit ältesten Landschildkröte Jonathan breite Aufmerksamkeit erregt, doch die Fakten zeigen, dass es sich um einen Krypto-Betrug handelt. Ein anonymer Account, der sich als „Jonathan“-Tierarzt ausgibt, veröffentlichte auf einer Social-Media-Plattform eine Meldung, wonach Jonathan auf St. Helena friedlich eingeschlafen sei, und deutete dabei an, dass sein Krypto-Projekt unterstützt werden solle. Der echte Tierarzt von Jonathan, Joe Hollins, bestätigte den Medien jedoch, dass der Account vollständig gefälscht sei – mit dem Ziel, Menschen dazu zu verleiten, Krypto zu kaufen, das nichts mit Jonathan zu tun hat.
Jonathan lebt seit 1882 in einem Schutzgebiet auf St. Helena. Sein Gesundheitszustand ist gut: Obwohl es an Katarakten leidet und seinen Geruchssinn verloren hat, bleibt es aktiv und interagiert häufig mit den jungen Schildkröten auf der Insel. Der Gouverneur der Insel, Nigel Philips, sagte, Jonathan genieße täglich Gras, Gemüse und Obst, führe ein ruhiges Leben und sei keiner Bedrohung ausgesetzt.
Infolge der falschen Meldung stieg der Preis einer Meme-Münze, die Jonathan zum Thema hat, am selben Tag um 376%. Die Marktkapitalisierung sprang dabei zeitweise von 25k US-Dollar auf 119k US-Dollar und fiel anschließend wieder auf etwa 74k US-Dollar zurück. Der Vorfall verdeutlicht, wie empfindlich der Krypto-Markt gegenüber falschen Informationen ist und welche Risiken Investoren eingehen, wenn sie kurzfristigen Schwankungen hinterherjagen.
Nicht nur das: Während des Aprilscherzes kam es auch bei anderen Krypto-Projekten zu Chaos. So stieg der LQTY-Token wegen Gerüchten über einen angeblichen Zukauf stark an, während Hyperbridge behauptete, das System sei gehackt worden, später sich jedoch herausstellte, dass es sich lediglich um einen Aprilscherz handelte. Gleichzeitig wurde das Drift-Protokoll tatsächlich von Hackern angegriffen, was zu Verlusten von etwa 280 Millionen US-Dollar führte – ein Hinweis darauf, dass Blockchain-Vermögenswerte ebenso realen Risiken ausgesetzt sind.
Der Vorfall warnt Investoren erneut: Der Kryptomarkt lässt sich leicht manipulieren – insbesondere durch die Nutzung aktueller „Hot Topics“ und falscher Nachrichten für Kurs-Pushs. Investoren, die sich Meme-Coins und Nischen-Tokens ansehen, sollten die Quellen der Informationen sorgfältig prüfen und vermeiden, blind der Hype-Welle zu folgen. (Protos)