Während sich die Space-Wirtschaft schrittweise von staatlicher Steuerung hin zur Kommerzialisierung verlagert, steht Musk’s SpaceX kurz vor dem Börsengang. Auch ein ETF, der direkt auf „die Space-Industriekette“ setzt, ist nun offiziell auf den Markt gekommen. Der von Tema aufgelegte Tema Space Innovators ETF (Code: NASA) wurde am 30. März 2026 aufgelegt, ist an der New Yorker Börse notiert und hat als Schwerpunkt das umfassende Investment-Potenzial, das Raketen, Satelliten, Kommunikation und Raumfahrt-Infrastruktur abdeckt.
Mit Fokus auf die NASA-ETF zur Space-Wirtschaft hält die NASA nicht nur 10% SpaceX-Exposure direkt über SPV, sondern nimmt auch EchoStar auf, das per Equity-Swap mit SpaceX verbunden ist, was de facto einem indirekten Halten von SpaceX entspricht. Zudem werden Rocket Lab (RKLB), AST SpaceMobile und weitere Raumfahrt-Newcomer gewichtet.
Risiko-Exposure in einem Korb aus Raumfahrt-Aktien: NASA-ETF-Gebühr 0,75%
Dieser ETF verfolgt ein aktives Management. Die Gebühr beträgt 0,75% (derzeit gibt es eine Kostenobergrenze bis 2027). Das verwaltete Vermögen liegt bei rund 17,8 Millionen US-Dollar. Die Positionen umfassen etwa 30 Titel. Der größte Unterschied zu herkömmlichen indexbasierten ETFs besteht darin, dass die NASA nicht nur in börsennotierte Unternehmen investiert, sondern auch einen Teil an nicht börsennotierten (pre-IPO) Unternehmen einbezieht. Damit soll es Anlegern ermöglichen, an der frühen Wachstumsphase der Space-Industrie frühzeitig zu partizipieren und von den entsprechenden Renditechancen zu profitieren.
Aus Sicht der Investment-Logik betrachtet Tema die Space-Wirtschaft als langfristiges strukturelles Wachstumsthema. Laut den von Tema zitierten Daten wird die globale Space-Wirtschaft voraussichtlich von 630 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf 1,79 Billionen US-Dollar im Jahr 2035 wachsen. Dies umfasst Bereiche wie Kommunikation, Verteidigung, Daten-Infrastruktur sowie sogar zukünftige Themen wie die Herstellung im Weltraum und den Abbau von Rohstoffen.
NASA-ETF-Zusammensetzung: Offenlegung der Bestandteile, Exposure SpaceX
Bei der Allokation in den Bestandteilen gehört es zu den wichtigsten Merkmalen des NASA-ETFs, dass er direkt Risiko-Exposure in nicht börsennotierte Unternehmen hält. Mit dem höchsten Gewicht ist dabei SpaceX (10,03%, indirekt gehalten über SPV). So können allgemeine Anleger über die ETF-Form indirekt an diesem global wohl repräsentativsten Raumfahrtunternehmen partizipieren.
Zu den Top Ten Positionen gehören außerdem AST SpaceMobile (7%), Rocket Lab (etwa 6,8%), Planet Labs (etwa 6%), EchoStar (etwa 5%), Filtronic (etwa 4,7%), 5N Plus (etwa 4,7%), OHB (etwa 4,3%), Firefly Aerospace (etwa 4%) und Intuitive Machines (etwa 3,8%). Zusammen machen die Top Ten etwa 57% des Gesamtgewichts aus.
Zu beachten ist, dass in den Bestandteilen des Tema Space Innovators ETF ebenfalls EchoStar enthalten ist. Diese Firma steht jüngst deshalb im Fokus des Marktes, weil sie eng mit dem potenziellen IPO von SpaceX zusammenhängt. SpaceX hat in der Vergangenheit über Aktientransaktionen Schlüssel-Satelliten-Frequenzspektren von EchoStar erhalten und so eine Tauschbeziehung geschaffen. Dadurch entspricht das Halten von EchoStar in gewissem Maß einem indirekten Halten von SpaceX-Exposure.
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Luft- und Raumfahrt-Star-Aktien RKLB und Satellitenkommunikation ASTS
Neben SpaceX und EchoStar nimmt der Tema Space Innovators ETF auch mehrere Unternehmen auf, die von dem Markt als „zentrale Vertreter der nächsten Generation von Raumfahrt-Infrastruktur“ angesehen werden. Darunter wird Rocket Lab als eines der repräsentativsten kommerziellen Luft- und Raumfahrtunternehmen betrachtet. Das Unternehmen ist auf kleine Raketenstarts und Raumfahrtmissionsdienstleistungen ausgerichtet. Langfristig wird es vom Markt genutzt, um SpaceX als Vergleichswert gegenüberzustellen. Zudem profitiert Rocket Lab von dem Wachstum bei Satelliten im Niedrigerdorbit und dem Bedarf an kommerziellen Starts. Daher gilt es als eine Star-Aktie innerhalb der Raumfahrt-Industriekette.
Ein weiteres Schlüsseunternehmen ist AST SpaceMobile (NASDAQ: ASTS). Das Unternehmen wurde 2017 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Texas, USA, und hat als Kernziel den Aufbau des ersten „Standard-Smartphone-Direktanschluss“-Satelliten-Handbandbreitennetzwerks der Welt. Damit sollen Nutzer keine Geräte austauschen müssen, sondern direkt über Satellitenkommunikation verbunden sein. Das Unternehmen richtet sich an weltweit rund 3 Milliarden Menschen, die noch keinen stabilen Mobilfunkdienst erhalten haben.
(Taiwan Mobile arbeitet mit AST SpaceMobile zusammen, um Smartphone-Direktverbindung mit Low-Earth-Orbit-Satelliten voranzutreiben und die Widerstandsfähigkeit der „Satellit-Erde“-Integration bei der Kommunikation zu stärken)
Derzeit hat AST SpaceMobile bereits mit mehr als 45 globalen Telekommunikationsanbietern Kooperationsvereinbarungen oder Memoranden unterzeichnet, darunter AT&T, Verizon, Vodafone und Rakuten. Das potenzielle Abdeckungsvolumen der Nutzer liegt bei etwa 2,8 Milliarden Menschen. Für die Telekommunikationsbranche können solche Satellitennetze Regionen ergänzen, in denen Basisstationen schwer bzw. nicht wirtschaftlich zu implementieren sind. Insbesondere in abgelegenen Gebieten, auf See oder in Katastrophenszenarien kann dies die Kommunikationsabdeckung und -Resilienz deutlich verbessern.
In Taiwan hat auch Taiwan Mobile bereits ein strategisches Kooperations-MoU (Memorandum of Understanding) mit AST SpaceMobile für Satellitenkommunikationsdienste in Low-Earth-Orbit unterzeichnet. Beide Seiten werden die Integration der „Space Base Stations“ mit dem bestehenden Mobilfunknetz vorantreiben, eine Kommunikationsarchitektur mit Synergie zwischen Satellit und Erde aufbauen und die Fähigkeit stärken, jederzeit und überall verbunden zu sein.
Dieser Artikel „Wie können Anleger SpaceX, RKLB und andere Luft- und Raumfahrt-Aktien kaufen? NASA-ETF-Bestandteile und Gebührenanalyse“ erschien zuerst bei Ketten-News ABMedia.