Gate News Nachrichten, am 8. April, schrieb die „Fed-Telefonleitung“ Nick Timiraos am 9. April, dass der Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA eine Gelegenheit bietet, die derzeitige ernste Bedrohung für die globale Wirtschaft abzuwenden. Doch für die US-Notenbank könnte dies möglicherweise nur bedeuten, dass ein Problem gegen ein anderes getauscht wird: Die Volatilität der Energiepreise besteht weiterhin, genug, um die Inflation auf einem relativ hohen Niveau zu halten, aber nicht so stark, dass sie die Nachfrage ernsthaft beeinträchtigt—wodurch die Situation anhält, in der die Zinssätze unverändert bleiben, und zwar noch länger.
In den Protokollen der Sitzung der Fed im März wurde betont, dass dieser Krieg nicht der Hauptgrund dafür ist, dass die Fed keine Zinssenkungen vornehmen will, sondern dass er die ohnehin recht vorsichtige Haltung der Fed noch komplexer macht. Selbst bevor der Konflikt ausbrach, hatte sich der Pfad für Zinssenkungen bereits verengt. Der Arbeitsmarkt hat sich stabilisiert, wodurch die Sorgen vor einer Wirtschaftskrise gemildert wurden; zugleich kommt der Fortschritt hin zur Erreichung des Fed-Inflationsziels von 2% ins Stocken.
In der Sitzung im März hat die Fed die Zinsen nicht angepasst, teilweise aus Sorge über die Risiken einer längeren Kriegsdauer. Eine Eskalation des Konflikts könnte das Wirtschaftswachstum belasten und das Risiko erhöhen, dass sich die Wirtschaft in eine Rezession bewegt—dies war der letzte und zugleich überzeugendste Grund, um die Wiederaufnahme von Zinssenkungen zu unterstützen.
Nick Timiraos wies darauf hin, dass das Ende des Krieges kurzfristig die Umsetzung einer expansiveren Geldpolitik für die Fed möglicherweise eher erschweren als erleichtern könnte. Das liegt daran, dass der Waffenstillstandsvertrag die schlimmsten wirtschaftlichen Bedingungen beseitigt, nämlich einen starken Preisauftrieb, der Lieferketten stören und die Nachfrage beeinträchtigen würde—dies lässt sich als wichtiger beschreiben als das Risiko, neue Inflationsdrucklagen zu beseitigen.