Gate News Nachricht, am 9. April, sagte der bekannte Analyst Tom Lee heute in einem Interview mit CNBC, dass die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie der Anstieg der Ölpreise zwar die Lage verschärft hätten, der Aktienmarkt jedoch nicht entsprechend nachgegeben habe. Das sei ein positives Zeichen einer „Entkopplung“ und zeige, dass negative Risiken bereits im Voraus eingepreist wurden und die Marktresilienz stark sei. Historisch gesehen erreicht der Aktienmarkt oft schon in der frühen Phase eines Krieges sein Tief und nicht erst, wenn der Krieg beendet ist.
Darüber hinaus sagte Tom Lee, dass 70% der S&P-Bestandteile bereits ein „rollendes Bärenmarkt“-Szenario („rolling bear market“) durchlaufen hätten; die meisten Einzelaktien oder Sektoren hätten bereits spürbare Korrekturen erlitten, der Verkaufsdruck sei im Wesentlichen erschöpft und die Positionierungen seien neu ausgerichtet worden. Das bedeutet, dass die schlimmste Phase für den Gesamtmarkt höchstwahrscheinlich bereits vorbei ist und das verbleibende Aufwärtspotenzial größer ausfällt.
Tom Lee betonte erneut seine positive Sicht auf Kryptowährungen, die insbesondere durch Ethereum vertreten werden, sowie auf Mag 7, Technologie, Industrie und Small- und Mid-Cap-Aktien.