Am 5. März wurde bekannt, dass eine von Präsident Trump vorangetriebene Energievereinbarung für künstliche Intelligenz kürzlich von mehreren großen Technologieunternehmen unterzeichnet wurde. Laut dem vom Weißen Haus veröffentlichten „Verpflichtung zum Schutz der Nutzer“ erklären sich Amazon, Google, Meta, Microsoft, OpenAI, Oracle und xAI bereit, die Kosten für Strom und Infrastruktur zu tragen, die für den Betrieb ihrer KI-Datenzentren erforderlich sind, um zu vermeiden, dass diese Kosten auf die normalen Stromverbraucher abgewälzt werden.
Diese Verpflichtung ist eine freiwillige Vereinbarung, deren Kern darin besteht, dass die Unternehmen „selbstständig die für den Betrieb der KI-Datenzentren benötigten Energieressourcen“ aufbauen, einführen oder kaufen, einschließlich neuer Stromanlagen, Übertragungsnetze und langfristiger Stromversorgung. Das Weiße Haus betonte, dass diese Maßnahme dazu dienen soll, die öffentliche Sorge über den steigenden Stromverbrauch durch KI-Datenzentren zu lindern und sicherzustellen, dass die Strompreise der Haushalte durch das Wachstum der KI-Industrie nicht steigen.
Trump erklärte bei einem runden Tisch mit Vertretern der Regierung und der Tech-Branche, dass die Öffentlichkeit allgemein annimmt, große Datenzentren würden die Strompreise erhöhen, doch die Regierung hoffe, diese Erwartung durch diese Vereinbarung zu ändern. Er betonte, dass der Ausbau der KI-Infrastruktur mehr öffentliches Verständnis erfordere und dass die Unternehmen die Verantwortung für den Energiebedarf übernehmen würden, anstatt die normalen Verbraucher.
In den letzten Jahren ist die Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz rapide gestiegen, und zahlreiche Datenzentren werden in den USA gebaut. Ein früher veröffentlichter Forschungsbericht der Harvard Kennedy School zeigte, dass der Strombedarf der KI-Datenzentren schnell ansteigt und in einigen Regionen bereits die Kapazitätsgrenze des Stromnetzes erreicht hat. Der Bericht prognostiziert, dass bis 2028 etwa 12 % des landesweiten Stromverbrauchs auf Datenzentren entfallen könnten.
Gleichzeitig zeigen Daten des US-Energieministeriums, dass die Energiekosten für US-Haushalte bis 2025 bereits um etwa 6 % gestiegen sind, mit der Möglichkeit weiterer Erhöhungen in den kommenden Jahren. Vor diesem Hintergrund ist die Beziehung zwischen Strompreisen und dem Ausbau der KI-Infrastruktur zu einem wichtigen Thema in der politischen Diskussion geworden.
Laut der Verpflichtung erklären sich die beteiligten Unternehmen außerdem bereit, die Stromkosten für die Datenzentren nach Anschluss an das Stromnetz zu tragen, selbst wenn ein Teil des Stroms nicht tatsächlich genutzt wird. Zudem sollen sie die lokale Beschäftigung fördern, Qualifikationen schulen und bei Bedarf Notstromaggregate ins Netz einspeisen, um in Zeiten von Stromknappheit Unterstützung zu leisten.
Derzeit ist jedoch unklar, durch welches Mechanismus die Überwachung und Durchsetzung dieser Verpflichtung erfolgen soll. Das Weiße Haus hat noch keinen konkreten Regulierungsrahmen veröffentlicht und auch keine Maßnahmen genannt, falls Unternehmen ihre Zusagen nicht einhalten. Angesichts des anhaltenden Wachstums des Rechenbedarfs für KI wird erwartet, dass die Energiekosten für Datenzentren und die Belastung des Stromnetzes weiterhin zentrale Themen in der amerikanischen Technologiepolitik bleiben.