Die Korea Digital Asset Exchange Alliance (DAXA) hat am Dienstag öffentlich ihre Ablehnung gegenüber den vom Regierungsvorhaben vorgeschlagenen Beschränkungen des Anteilbesitzes der Hauptaktionäre von Börsen geäußert, da diese Maßnahme das Wachstum der digitalen Vermögensbranche in Korea erheblich behindern könnte. In einer Erklärung an The Block wies DAXA darauf hin, dass die geplante Begrenzung der Aktienanteile auf 15 % bis 20 % nicht nur die Eigentumsstruktur bestehender Unternehmen beeinflussen, sondern auch die Verantwortung für die Verwahrung der Nutzervermögen und die Marktstabilität gefährden könnte.
DAXA, vertreten durch die fünf größten Kryptowährungsbörsen Koreas, betonte, dass digitale Vermögenswerte grenzüberschreitend zirkulieren, und wenn der inländische Markt eingeschränkt wird, könnte dies die globale Wettbewerbsfähigkeit der Börsen verringern und dazu führen, dass Nutzer zu ausländischen Plattformen abwandern. Zudem warnte DAXA, dass eine Streuung der Eigentumsverhältnisse die endgültige Verantwortung der Hauptaktionäre für die Nutzervermögen schwächen könnte, was die Rechte der Investoren und der normalen Nutzer schädigen würde.
Der Vorschlag des Korea Financial Services Commission (FSC) zur Begrenzung des Anteilbesitzes ist eine der Maßnahmen, die im Entwurf des „Grundgesetzes für digitale Vermögenswerte“ in Betracht gezogen werden. Das „Grundgesetz für digitale Vermögenswerte“ soll voraussichtlich im ersten Quartal 2026 offiziell veröffentlicht werden und zielt darauf ab, stabile Münzprojekte und die ersten physischen Krypto-ETFs in Korea zu regulieren sowie einen umfassenden Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen. DAXA erklärte, dass eine übermäßige Intervention Unsicherheiten schaffen, den Unternehmergeist und Investitionen in Start-ups ersticken und die Entwicklung der digitalen Vermögensbranche behindern könnte.
Der Vorschlag zur Begrenzung des Anteilbesitzes fällt in eine Zeit, in der koreanische Krypto-Börsen eine bedeutende Umstrukturierung ihrer Eigentumsverhältnisse durchlaufen. Im November letzten Jahres kündigte die führende inländische Börse Koreas an, mit Naver Financial, einer Tochtergesellschaft des IT-Giganten Naver, fusionieren zu wollen. Zudem verhandelt die Mirae Asset Group, eine koreanische Finanzdienstleistungsgruppe, über den Erwerb von Korbit. DAXA forderte, dass die Regulierungsmaßnahmen die Entwicklung der digitalen Vermögensbranche priorisieren und sich an globalen Standards orientieren sollten, um Eigentumsrechte und marktwirtschaftliche Prinzipien nicht zu gefährden.
Experten weisen darauf hin, dass, falls die Begrenzung des Anteilbesitzes letztlich verabschiedet wird, dies die Betriebsstrukturen der wichtigsten koreanischen Börsen und das Vertrauen der Investoren beeinflussen könnte, was dazu führt, dass einige Investoren ihre Gelder auf ausländische Plattformen verlagern. Die Stellungnahme von DAXA zeigt, dass die koreanische digitale Vermögensbranche aktiv Feedback für die Gestaltung der Politik gibt und nach einem Gleichgewicht zwischen Regulierung und Marktwachstum sucht.