Kürzlich erlebte der Kryptomarkt eine deutliche Korrektur: Der Bitcoin-Kurs fiel kurzfristig unter eine wichtige psychologische Schwelle, was weitreichende Panik auslöste. Gerüchte verbreiteten sich rasch, wonach ein „BlackRock IBIT Hedgefonds-Ausfall" für den Ausverkauf verantwortlich sei. Am 13. Februar wiesen BlackRock-Führungskräfte diese Behauptungen jedoch öffentlich zurück, widerlegten die Gerüchte mit Daten und offenbarten dabei ein entscheidendes Signal: Die echten „Wale" sind in Bewegung.
Marktgerüchte widerlegt: IBIT-Rückgaben nur 0,2 %
Beim gestrigen Bitcoin Investor Week 2026-Event ging Robert Mitchnick, Global Head of Digital Assets bei BlackRock, direkt auf die Bedenken ein und dementierte entschieden die Spekulation, ein „IBIT Hedgefonds-Ausfall habe den starken Bitcoin-Absturz ausgelöst".
Mitchnick erklärte: „Es besteht die Fehlannahme, dass Hedgefonds die Volatilität anheizen und Bitcoin über ETFs abstoßen. Doch das entspricht schlichtweg nicht den Beobachtungen." Mit Verweis auf Daten erläuterte er, dass die gesamten Rückgaben aus BlackRocks Spot-Bitcoin-ETF (IBIT) während der intensiven Marktschwankungen in der vergangenen Woche lediglich 0,2 % des Fonds ausmachten.
Er betonte, dass bei einer tatsächlichen Auflösung umfangreicher Arbitrage-Geschäfte durch Hedgefonds im ETF Milliardenabflüsse zu beobachten gewesen wären. Tatsächlich fanden die massiven Liquidierungen – im Milliardenbereich – auf Plattformen für gehebelte Perpetual-Kontrakte statt, nicht in Spot-ETFs. Mitchnick merkte an: „Die ETF-Seite ist sehr stabil geblieben, mit einer überwiegend langfristigen Buy-and-Hold-Anlegerbasis."
Kursupdate: Wo steht Bitcoin aktuell?
Laut Gate-Marktdaten lag der BTC/USDT-Kurs zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am 13. Februar bei 67.008,3 USDT, wobei das 24-Stunden-Minus auf 0,57 % schrumpfte. Zuvor war Bitcoin infolge makroökonomischer Faktoren und Marktpanik kurzzeitig unter die 66.000er-Marke gefallen.
Trotz der Kursschwankungen zeigt die Widerstandsfähigkeit von IBIT, dass über regulierte Kanäle eingezahltes Kapital nicht panisch abgezogen wurde. Dies steht in deutlichem Gegensatz zu jüngsten Gerüchten, wonach „ein oder mehrere Nicht-Krypto-Hedgefonds mit Sitz in Hongkong die Volatilität ausgelöst haben könnten".
Wer verkauft? Wer kauft?
Frühere Analystenberichte zeigten, dass am 5. Februar das Handelsvolumen von BlackRocks IBIT 10,7 Milliarden USDT erreichte – fast doppelt so viel wie der bisherige Tagesrekord – und die Optionsprämien bei rund 900 Millionen USDT lagen, beides Allzeithochs. Angesichts der gleichzeitigen Kursrückgänge von BTC und SOL vermutete der Markt, dass große IBIT-Inhaber für die Volatilität verantwortlich seien.
Mitchnicks aktuelle Aussagen klären jedoch nicht nur die Gerüchte, sondern zeigen auch eine andere Marktseite: Echte institutionelle Investoren nutzen den Rücksetzer gezielt für den Markteinstieg.
Mitchnick stellte klar: „Institutionelle Investoren, Staaten und Banken kaufen Bitcoin im Rücksetzer."
Analystenmeinungen und Marktausblick
Während BlackRocks IBIT stabil geblieben ist, steht der Gesamtmarkt weiterhin vor Herausforderungen. Laut The Block verzeichneten US-Spot-Bitcoin-ETFs am Donnerstag Nettoabflüsse von 410,37 Millionen USDT, wobei allein IBIT 157,56 Millionen USDT Abflüsse aufwies. Dies spiegelt den allgemeinen Druck auf Risikoanlagen wider, ausgelöst durch makroökonomische Daten wie starke Arbeitsmarktzahlen.
Vor diesem Hintergrund haben auch Großbanken wie Standard Chartered und JPMorgan ihre kurzfristigen Prognosen für Kryptowährungen angepasst, während die langfristigen Kursziele weiterhin optimistisch bleiben.
Für Trader auf Gate zeigt sich aktuell eine klare Marktstruktur: Auf der einen Seite werden gehebelte Kontraktmärkte durch Enthebelung und Liquidationen bereinigt; auf der anderen Seite bleiben Spot-ETFs fest in der Hand, während Staatsfonds den Rücksetzer zum Einstieg nutzen. Dieses „Feuer und Eis"-Szenario deutet häufig darauf hin, dass nach dem Ausspülen schwacher Hebelpositionen eine gesündere Marktgrundlage entstehen kann.
Fazit
Die Aussagen der BlackRock-Führungskräfte gehen weit über die reine Widerlegung von Gerüchten hinaus. Sie senden mehrere wichtige Signale an den Markt:
- Kurzfristiger Verkaufsdruck: Stammt vor allem aus hochgehebelten Perpetual-Kontraktmärkten, nicht von Spot-ETF-Inhabern.
- Vertrauen langfristiger Anleger: Spot-ETF-Investoren, repräsentiert durch IBIT, zeigen bemerkenswerte Stabilität, wie die geringe Rückgabequote von nur 0,2 % belegt.
- Bewegungen des „Smart Money": Institutionen, Staatsfonds und Banken sehen den Rücksetzer als Kaufchance und könnten damit die nächste Marktphase einleiten.
Für Anleger, die auf Gate handeln, ist das Verständnis dieser Veränderungen in der Marktstruktur essenziell. Gerade angesichts panikgetriebener Gerüchte liefert die Datenlage oft ein ehrlicheres Bild als Emotionen. Die Klarstellung von BlackRock könnte den Wendepunkt markieren – weg vom „Verkaufen bei Gerücht" hin zum „Kaufen bei Bestätigung".




