# Die Entwicklung von DEXs: Wie Kinetiq mit dem Exchange-Factory-Modell die Infrastruktur beschleunigt

Märkte
Aktualisiert: 09.02.2026 08:29

Kinetiq-Gründer Omnia erklärte in einem Interview, dass ihr Flaggschiff-DEX-Produkt, Markets, mehr ist als nur eine Handelsplattform – es dient als Referenzimplementierung für das gesamte Geschäftsmodell „Exchange-as-a-Service".

Das bedeutet, dass künftig jedes Team die Kinetiq-Launch-Plattform nutzen kann, um schnell eine eigene dezentrale Börse aufzubauen – ähnlich wie beim Erstellen eines Online-Shops mit Shopify.

Strategische Transformation: Vom LST-Fundament zur Evolution der „Exchange Factory"

Kinetiqs Weg begann mit einer soliden Basis. Als größtes Liquid-Staking-Protokoll auf Hyperliquid verwaltet es Vermögenswerte im Wert von über 700 Millionen US-Dollar. Im Mittelpunkt steht der HYPE-Liquid-Staking-Token, kHYPE, mit dem das Protokoll eine wichtige Infrastrukturschicht sowohl für das HyperCore- als auch das HyperEVM-Ökosystem bildet.

Ein Wendepunkt trat ein, als Hyperliquid das HIP-3-Protokoll einführte. Dieses technische Upgrade veränderte die Ausgangslage grundlegend und wandelte HyperCore von einem einzelnen Produkt zu einer offenen Plattform.

Kinetiq erkannte das Potenzial dieses Wandels frühzeitig. Anstatt sich weiterhin ausschließlich als Liquid-Staking-Dienstleister zu positionieren, strebten sie eine deutlich umfassendere Vision an – die einer „Exchange Factory".

Diese Transformation erreichte am 12. Januar 2026 einen bedeutenden Meilenstein, als Kinetiq die Markets DEX startete. Die Plattform ging mit Unterstützung für Perpetual Contracts einer Vielzahl von Assets live, darunter BABA, Rohöl-Indizes und der Russell 2000 Index.

Markets ist mehr als nur eine Börse; sie ist die erste umfassende Demonstration des „Exchange-as-a-Service"-Geschäftsmodells von Kinetiq. Sie bestätigt die Machbarkeit, professionelle DEXs auf Basis des HIP-3-Protokolls schnell bereitzustellen und ebnet den Weg für zahlreiche weitere Börsen.

Modellanalyse: Wie HIP-3 das DEX-Handbuch neu schreibt

Traditionell war der Aufbau einer DEX mit erheblichem Ressourcenaufwand verbunden. Teams mussten Matching Engines, Margin- und Liquidationssysteme sowie Oracle-Integrationen von Grund auf entwickeln – was eine hohe technische Einstiegshürde bedeutete.

Die Innovation des HIP-3-Protokolls besteht darin, diese technischen Hindernisse vollständig zu beseitigen. Nun kann jeder, der 500.000 HYPE staked, dieselbe Kerninfrastruktur wie die Hauptplattform von Hyperliquid nutzen, um einen eigenen Perpetual-Contract-Markt zu starten.

Damit verschiebt sich die Marktentstehung von einem Wettbewerb technischer Fähigkeiten hin zu einem Wettbewerb um Kapital und Marktdesign. Entwickler können sich darauf konzentrieren, „Demand Surfaces" – also die spekulative Nachfrage nach bestimmten Assets oder Datensätzen – zu identifizieren und sie an verlässliche Oracles anzubinden.

Der XYZ100-Markt auf Hyperliquid zeigt die Stärke dieses Modells: Bereits drei Wochen nach dem Start lag das kumulierte Handelsvolumen bei über 1,3 Milliarden US-Dollar – ein Beleg dafür, wie standardisierte Infrastruktur neue Asset-Klassen rasch skalieren lässt.

Kinetiqs Markets ist ein Paradebeispiel für dieses neue Paradigma. Die Plattform spezialisiert sich darauf, traditionelle Finanzassets in das Perpetual-Contract-Framework zu integrieren, legt großen Wert auf Oracle-Konstruktion und strebt an, zum maßgeblichen Trading-Code unter HIP-3-Produkten zu werden, die denselben Basiswert abbilden.

Ökosystem-Blueprint: Wie die Launch-Plattform ein skalierbares DEX-Ökosystem schafft

Die Launch-Plattform bildet das Herzstück des Produktionsmodells der „Exchange Factory" von Kinetiq. Gründer Omnia vergleicht sie mit einer Kombination aus „Shopify + Kickstarter".

Diese fertige Plattform ermöglicht die Schaffung von erlaubnisfreier LST-Infrastruktur und erlaubt es Deployern, die ihre eigene DEX starten möchten, die HIP-3-Funktionalität zu nutzen.

Der Mechanismus der Launch-Plattform balanciert geschickt die Interessen verschiedener Parteien. Projektteams sammeln mindestens 500.000 HYPE durch Community-Staking, wobei die Sperrfrist zu Beginn des Fundraisings festgelegt wird. Nach Ablauf der Anfangsfrist können sie die Vereinbarung mit der Community erneuern oder sogar einen Teil des Community-Stakes durch eigene Mittel ersetzen.

Dieses Design gibt Projekten die nötige Unterstützung und Ownership durch die Community, während der flexible Verlängerungsmechanismus Problemen wie Massen-Unstaking vorbeugt.

Kinetiq ermutigt Projektteams zudem, die Anreize für Staker durch eine Mischung aus Token- und Umsatzbeteiligung zu gestalten. Markets, als erste HIP-3-Börse, die über Launch gebaut wurde, schüttet 10 % der Einnahmen an kmHYPE-Halter aus und verwendet 90 % für Wachstum – ein Standard für zukünftige Projekte.

Dieser Mechanismus zur Wertabschöpfung entwickelt sich weiter. Der Governance-Token von Kinetiq, KNTQ, steht im Zentrum des Protokolls; seine Staker (sKNTQ-Halter) profitieren von allen Geschäftsbereichen von Kinetiq.

Wachstums-Flywheel: Das Dreigestirn aus Liquidität, Asset-Innovation und institutionellen Kanälen

Liquiditätsfragmentierung ist eine zentrale Herausforderung für das HIP-3-Modell. Je mehr Börsen Perpetual Contracts für dieselben Aktien anbieten, desto wichtiger wird ausreichende Liquiditätstiefe für jeden Markt.

Kinetiq begegnet dem mit einer zweigleisigen Strategie. Sie führen eine Liste potenzieller Listing-Codes und verfolgen das erwartete Taker-Volumen für jeden genau. Indem sie sicherstellen, dass jedes gelistete Asset starke Taker-Nachfrage hat, motivieren sie Market Maker, Liquidität bereitzustellen.

Gleichzeitig nutzt Kinetiq seine Position als größtes Liquid-Staking-Protokoll auf Hyperliquid, um ein robustes Netzwerk von Market Makern aufzubauen. Diese haben bereits Interesse bekundet, für Markets tiefe Liquidität zu liefern.

Asset-Innovation ist ein weiterer Wachstumsmotor. Insider beschreiben, wie das handelbare Asset-Universum sich von traditionellen „Fat Head"-Kategorien auf das „Thick Middle" und den „Long Tail" ausweitet.

Zu diesen neuen Feldern zählen reale Datensätze, Rohstoffindizes und sogar Nischensignale wie regionale Immobilienpreise oder kulturelle Trendindizes.

Der Aufbau institutioneller Kanäle ist ebenso essenziell. Die Partnerschaft von Kinetiq mit Hyperion DeFi führte zur Einführung von iHYPE – einem erlaubnisbasierten, KYC/KYB-konformen Liquiditätspool.

Diese konforme Staking-Lösung gilt als wichtige Brücke für traditionelles Finanzkapital, das in das Hyperliquid-Ökosystem eintritt.

Wert neu definiert: Von Narrativen zu Cashflow-getriebenen DEX-Bewertungen

Der Kryptomarkt im Jahr 2026 erlebt einen tiefgreifenden Wandel in der Bewertungslogik. Kapital jagt nicht mehr wahllos jedem Projekt hinterher, sondern sucht gezielt Protokolle, die echte Umsätze generieren und diese an ihre Token weitergeben.

Hyperliquid selbst ist ein Paradebeispiel für diesen Trend. Das Protokoll verwendet 99 % der Gebühren aus Perpetual Contracts für den Rückkauf von HYPE, wodurch der Cashflow direkt mit dem Tokenwert verknüpft wird.

Im November 2025 hatten die kumulierten Rückkäufe 34,4 Millionen HYPE erreicht – etwa 10 % des umlaufenden Angebots.

Das Geschäftsmodell von Kinetiq passt perfekt zu dieser neuen Bewertungslogik. Als „Exchange Factory" generiert es nicht nur direkte Einnahmen über Markets, sondern unterstützt auch die Entstehung weiterer Börsen über die Launch-Plattform und schafft so eine skalierbare Umsatzmatrix.

Auf die Frage nach dem Wertakkumulationsmechanismus von KNTQ machte der Gründer deutlich: KNTQ-Staker profitieren von allen Geschäftsbereichen von Kinetiq, einschließlich programmatischer KNTQ-Rückkäufe, die aus sämtlichen Umsatzströmen finanziert werden.

Diese direkte Verbindung zwischen Protokollwachstum und Tokenwert verschafft Kinetiq einen erheblichen Vorteil im performancegetriebenen Marktumfeld des Jahres 2026. Kinetiq positioniert sich damit nicht nur als technischer Innovator, sondern als Ökosystembauer mit nachhaltigem Wirtschaftsmodell.

Branchenperspektiven: Wie das Infrastruktur-Rennen den DEX-Wettbewerb verändert

Das „Exchange Factory"-Modell von Kinetiq spiegelt einen breiten Branchentrend wider – der Fokus im Wettbewerb der DEXs verschiebt sich von Backend-Engineering hin zu Marktdesign und Nutzererlebnis.

Sobald die technischen Hürden für den Start von Börsen entfallen, entscheidet nicht mehr die beste Matching Engine oder das Clearing-System über die Differenzierung. Stattdessen kommt es darauf an, wer Marktnachfrage am besten erkennt, attraktive Handelsprodukte entwirft und ein reibungsloses Nutzererlebnis bietet.

Dieser Wandel führt DEXs auch weg vom Nullsummen-Wettbewerb mit zentralisierten Börsen und eröffnet völlig neue Wachstumspfade. Das HIP-3-Modell ermöglicht DEXs die Expansion in Nicht-Krypto-Assets und reale Daten, zieht neue Nutzer und Nachfrageformen an.

Es handelt sich um eine PvE-Dynamik, bei der der adressierbare Gesamtmarkt stetig wächst – und nicht um einen PvP-Kampf um einen festen Marktanteil.

Für Handelsplattformen wie Gate bietet dieser Trend sowohl Inspiration als auch Herausforderungen. Gate hat kürzlich sein Web3-Ökosystem zu Gate DEX ausgebaut und bietet ein einheitliches Multi-Chain-Handelserlebnis, das den Bedarf der Branche nach spezialisierten, integrierten DEX-Lösungen widerspiegelt.

Gate DEX vereint die Vorteile zentralisierter Finanzdienstleistungen mit der Freiheit dezentraler Protokolle und zeigt das Potenzial eines hybriden CeFi-DeFi-Modells.

Der Wettbewerb zwischen Handelsplattformen wird künftig nicht mehr eindimensional sein, sondern ein umfassendes Rennen um Ökosystem-Vollständigkeit, Innovationsgeschwindigkeit und Nutzerwert. Indem Kinetiq mit seinem „Exchange Factory"-Modell die Innovationsbarrieren senkt, könnten mehr spezialisierte und vertikale DEXs entstehen und das dezentrale Trading-Ökosystem weiter bereichern.

Fazit

Als Markets DEX am 12. Januar live ging, ermöglichte sie nicht nur Perpetual Contracts für BABA oder Rohöl-Indizes – sie läutete ein völlig neues Paradigma der DEX-Entstehung ein.

Dieses Paradigma kapselt technische Komplexität in der Infrastrukturschicht und erlaubt es Marktinnovatoren, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren: Nachfrage erkennen, Produkte gestalten und das Nutzererlebnis optimieren.

Im Hyperliquid-Ökosystem fließen über 700 Millionen US-Dollar an gestakten Assets durch die Pipeline von Kinetiq und verwandeln sich in einen spezialisierten Handelsmarkt nach dem anderen.

Dieses infrastrukturbasierte Rennen hat gerade erst begonnen.

The content herein does not constitute any offer, solicitation, or recommendation. You should always seek independent professional advice before making any investment decisions. Please note that Gate may restrict or prohibit the use of all or a portion of the Services from Restricted Locations. For more information, please read the User Agreement

Teilen

sign up guide logosign up guide logo
sign up guide content imgsign up guide content img
Sign Up
Log In