Kaito-Update: Yaps Incentive Leaderboard eingestellt, Einführung des neuen Kaito Studio

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Aktualisiert: 16.01.2026 07:12

Gründer Yu Hu bestätigte in den sozialen Medien, dass Kaito die Yaps-Funktion sowie das Anreiz-Leaderboard schrittweise einstellen wird. Gleichzeitig wird das völlig neue Kaito Studio als gestufte, kollaborative Marketingplattform eingeführt.

Diese Anpassung erfolgt als direkte Reaktion auf die jüngste Verschärfung der Entwickler-API-Richtlinien der X-Plattform für „Information-Finance"-Anwendungen. Der Produktchef von X, Nikita Bier, erklärte öffentlich, dass Anwendungen, die Nutzer für das Posten auf der Plattform belohnen, künftig nicht mehr zugelassen sind.

Am 16. Januar zeigen Gate-Daten, dass der Kurs des KAITO-Tokens in den vergangenen 24 Stunden um etwa 19,7 % gefallen ist und nun bei 0,538 $ notiert.

01 Hintergrund des Ereignisses

Die Richtlinienänderung auf der X-Plattform war der unmittelbare Auslöser für diese Umwälzung in der Branche. Nikita Bier, Produktchef von X, kündigte Änderungen an der Entwickler-API-Richtlinie an und stellte klar, dass Anwendungen, die Nutzer für Beiträge auf X belohnen, künftig nicht mehr gestattet sind.

Bier erläuterte, dass solche Anreize zu „einer großen Menge minderwertiger KI-generierter Inhalte und Spam-Antworten" auf der Plattform geführt hätten. X hat betroffenen Anwendungen bereits den API-Zugang entzogen.

Diese Richtlinienänderung traf InfoFi-Projekte, die auf X-Plattformdaten zur Verteilung von Belohnungen angewiesen sind, unmittelbar. InfoFi-Projekte wandeln Finanzinformationen und Nutzerinteraktionen in monetäre Anreize um, wobei Kaito eines der bekanntesten Beispiele in diesem Bereich ist.

02 Das Ende der Yaps-Ära

In einer offiziellen Stellungnahme machte Kaito-Gründer Yu Hu deutlich, dass das Team nach Gesprächen mit der X-Plattform erkannt habe, dass „ein vollständig erlaubnisfreies, dezentrales System nicht mehr umsetzbar ist".

Yaps und das Anreiz-Leaderboard waren in den Anfangstagen von Kaito zentrale Funktionen, mit denen Nutzer durch das Veröffentlichen von Inhalten und Interaktion mit anderen KAITO-Token verdienen konnten. Dieses Modell steigerte einst effektiv die Aktivität und Content-Produktion auf der Plattform.

Im Laufe der Zeit traten jedoch die Schwächen dieses offenen Anreizmechanismus zutage. Yu Hu betonte, dass er „weder den Anforderungen hochwertiger Marken, ernsthafter Content-Ersteller noch der X-Plattform selbst gerecht wird".

03 Kaito Studio: Neuer Fahrplan

Kaito Studio wird sich zu einer gestuften Marketingplattform entwickeln und sich damit traditionellen Kooperationsmodellen zwischen Marken und Creators annähern. In diesem neuen System wählen Marken ihre Partner gezielt nach festgelegten Standards und klar definierten Projektumfängen aus.

Die Plattform wird sich über mehrere soziale Kanäle erstrecken, darunter X, YouTube und TikTok, und ihr Geschäftsfeld wird sich von Kryptowährungen auf breitere Bereiche wie Finanzen und KI ausweiten.

KAITO-Token werden weiterhin eine Rolle innerhalb von Kaito Studio spielen; nähere Details dazu werden in weiteren Phasen bekannt gegeben. Das Team betonte zudem, dass diese Anpassung keine Auswirkungen auf andere Produkte und Dienstleistungen wie Kaito Pro, Kaito API, Kaito Launchpad sowie das bevorstehende Kaito Markets hat.

04 Marktreaktion und Kursvolatilität

Der Markt reagierte prompt und deutlich auf diese Nachricht. Am 16. Januar lag der KAITO-Kurs rund 19,7 % tiefer als am Vortag und notierte bei 0,538 $.

Laut Kursverlauf fiel KAITO von einem jüngsten Hoch bei 0,7011 $ auf 0,5671 $ – ein Rückgang von fast 20 %. Das Handelsvolumen schnellte auf 160.990.000 $ in 24 Stunden hoch – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem üblichen Niveau.

Neben dem Kursrückgang beim Token fiel auch der Mindestpreis der Kaito Genesis NFTs (bekannt als Yapybaras) um mehr als 50 % auf 0,21 ETH.

Der gesamte InfoFi-Sektor geriet unter Druck: COOKIE verlor über 14 %, LOUD fiel um 16 % und ARBUS gab rund 9 % nach. Die gesamte Marktkapitalisierung des Sektors sank an einem Tag um 11,5 %.

05 Branchenauswirkungen und Ausblick

Dieses Ereignis verdeutlicht die starke Abhängigkeit des Krypto-Social-Sektors von einer einzelnen Web2-Plattform. Die Kernmechanismen der InfoFi-Projekte sind eng an die API-Richtlinien und Anreizregeln der X-Plattform gebunden.

Die Neuausrichtung von Kaito könnte einen neuen Standard für die Branche setzen. Der Wandel von einem offenen, erlaubnisfreien Anreizmodell hin zu einer stärker strukturierten, gestuften Markenkooperation könnte auf eine Reifung des InfoFi-Sektors hindeuten.

Branchenbeobachter sind der Ansicht, dass dieser Übergang zwar kurzfristig zu Marktschwankungen führen kann, langfristig jedoch Projekte dazu anregen könnte, nachhaltigere Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Abhängigkeit von einzelnen Plattformen zu verringern.

06 Hinweise für Gate-Nutzer

Für KAITO-Inhaber und -Trader auf der Gate-Plattform bedeutet dieser Wandel, dass es Zeit ist, den Wert des Assets neu zu bewerten.

Kurzfristig dürfte der Token weiterhin unter Abwärtsdruck stehen. Teamnahe Adressen transferierten vor der Ankündigung 5 Millionen KAITO (im Wert von rund 5 Millionen $) zu Binance, möglicherweise zum Verkauf – ein Vorgang, der Bedenken hinsichtlich „Insider-Verkäufen" ausgelöst hat.

Mittel- bis langfristig wird der Erfolg von Kaito Studio davon abhängen, ob es gelingt, hochwertige Marken und Creator zu gewinnen sowie die Utility des KAITO-Tokens im neuen System überzeugend zu gestalten. Investoren sollten künftige Feature-Releases und Partnerschaften von Kaito Studio aufmerksam verfolgen.

Ausblick

Am 16. Januar lag der aktuelle KAITO-Kurs auf Gate bei 0,538 $ und die Marktkapitalisierung bei rund 130 Millionen $. Damit steht der Kurs über 80 % unter dem Allzeithoch von 2,88 $.

Mit der schrittweisen Veröffentlichung des detaillierten Fahrplans und neuer Partnerschaften von Kaito Studio dürfte sich die Markteinschätzung zu dieser Transformation weiter konkretisieren. Bis dahin blickt der gesamte Kryptosektor gespannt darauf, wie sich der Wandel von offenen Anreizen hin zu strukturierten Kooperationen auf die zukünftige Landschaft der Informationsfinanzierung auswirken wird.

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