Eine neue Ära für Stablecoin-Zahlungen: Wie die Gate Card On-Chain-Assets mit Ausgaben in der realen Welt verbindet

Ecosystem
Aktualisiert: 08.07.2026 01:15

Seit der Entstehung der Digital-Asset-Branche wachsen sowohl die Zahl der Nutzer weltweit als auch das Volumen der gehaltenen Vermögenswerte kontinuierlich. Dennoch bleibt eine zentrale Herausforderung ungelöst: Obwohl Nutzer oftmals über erhebliche digitale Vermögenswerte in ihren Wallets verfügen, lassen sich diese Mittel nur schwer direkt für alltägliche Einkäufe verwenden. Ob beim Einkauf im Supermarkt, beim Online-Abonnement, bei grenzüberschreitenden Zahlungen oder beim Bezahlen im stationären Handel – der Weg von digitalen Assets in die Realwirtschaft war bislang stets versperrt.

Doch diese Situation wandelt sich nun. Im Jahr 2025 erreichte das jährliche Transaktionsvolumen von Stablecoins etwa 33 Billionen US-Dollar und übertraf damit die kombinierten 25,5 Billionen US-Dollar, die Visa und Mastercard gemeinsam abwickelten. Bis April 2026 stieg das gesamte Stablecoin-Angebot auf über 321 Milliarden US-Dollar. Die monatlichen Ausgaben mit Krypto-Zahlungskarten beliefen sich Anfang 2026 auf 500 bis 600 Millionen US-Dollar, mit einer annualisierten Hochrechnung von über 5 Milliarden US-Dollar. Stablecoins entwickeln sich von reinen On-Chain-Transaktionsmedien zu echten Zahlungsmitteln im Alltag.

In diesem Wandel positioniert sich PayFi als zentraler Motor, der On-Chain-Vermögenswerte mit realen Ausgaben verbindet. Die Gate Card, die digitale Visa-Karte von Gate, stellt sich dabei einer entscheidenden Frage: Können Krypto-Assets tatsächlich zu einem praktikablen Instrument für alltägliche Zahlungen werden?

Die PayFi-Ära: Tiefgreifende Integration von Zahlungen und Finanzdienstleistungen

Das Kernprinzip von PayFi (Payment Finance) besteht nicht allein darin, Krypto-Zahlungen zu ermöglichen. Vielmehr nutzt es den „Zeitwert des Geldes", um das Verhältnis zwischen Zahlung, Abwicklung und Finanzdienstleistungen neu zu gestalten. Zwischen 2025 und 2026 entwickelt sich PayFi von einem Krypto-Zahlungstool zu einer Next-Generation-Plattform für Zahlungs- und Finanzdienstleistungen. Stablecoins werden inzwischen in großem Umfang für Hochfrequenz- und grenzüberschreitende Zahlungen eingesetzt und bieten eine Abwicklungseffizienz und Kostenstruktur, die traditionellen Systemen deutlich überlegen ist.

Stablecoins, RWAs und KI bilden gemeinsam das Fundament von PayFi. Stablecoins etablieren sich als universelle Abwicklungsschicht über verschiedene Blockchains und Systeme hinweg. RWAs (Real World Assets) bringen reale Vermögenswerte auf die Blockchain und ermöglichen so eine 24/7-Abwicklung und Liquidität. Künstliche Intelligenz treibt Zahlungssysteme in Richtung dynamischer Risikosteuerung und automatisierter Entscheidungsfindung.

Die Anwendungsfälle für Stablecoins haben sich rasch von internen Abwicklungsinstrumenten innerhalb von Börsen zu weltweit akzeptierten Zahlungsmitteln entwickelt. Die On-Chain-Transaktionsvolumina von USDT und USDC steigen kontinuierlich, und immer mehr Händler akzeptieren Stablecoin-Zahlungen direkt oder indirekt. Im Mai 2026 erreichte die globale Marktkapitalisierung von Stablecoins 321,6 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von etwa 12 % seit Jahresbeginn. Das USDT-Angebot stieg auf 189 Milliarden US-Dollar und erreichte damit einen Marktanteil von über 58 %. Stablecoins werden zunehmend zu globalen Hochfrequenz-Zahlungsmitteln, deren Zahlungsnutzen sich deutlich verstärkt.

Grenzüberschreitende Zahlungen sind derzeit die am weitesten entwickelte PayFi-Anwendung. Die Abwicklungszyklen wurden von mehreren Tagen auf wenige Minuten verkürzt, und die Gesamtkosten sind im Vergleich zu traditionellen Systemen um eine Größenordnung gesunken. Gleichzeitig entwickeln sich Krypto-Zahlungen von Nischenanwendungen zu einer Infrastruktur für den Massenmarkt.

Die Stablecoin-Ausgabenlücke: Einfach zu halten, schwer zu nutzen

Dennoch besteht ein struktureller Widerspruch fort: Während das Volumen des Krypto-Asset-Managements weiter wächst, bleiben die Kanäle für großflächige, alltägliche Ausgaben unterentwickelt.

Wer mit USDT bezahlen möchte, steht meist vor einem aufwendigen Prozess: USDT muss vom Wallet auf ein Handelskonto transferiert, dort in Fiat umgetauscht, auf das Bankkonto ausgezahlt und schließlich per Bankkarte ausgegeben werden. Diese Kette kann Stunden oder sogar Tage in Anspruch nehmen und verursacht mehrere Gebühren. Obwohl das Krypto-Asset-Management expandiert, bleibt der Anteil der Vermögenswerte, die tatsächlich für den täglichen Konsum verwendet werden, sehr gering.

Kursschwankungen erschweren Ausgaben zusätzlich. Laut Gate-Marktdaten lag der Bitcoin (BTC) am 08. Juli 2026 bei 63.648,1 US-Dollar, was einem Rückgang von 10,73 % in den letzten 30 Tagen und 33,74 % im Jahresvergleich entspricht. Ethereum (ETH) notierte bei 1.780,32 US-Dollar, ein Minus von 20,92 % in 30 Tagen und 31,14 % im Jahresvergleich. Nutzer befürchten, dass heute ausgegebene Vermögenswerte künftig stark an Wert gewinnen könnten, was ihre Ausgabebereitschaft dämpft.

Stablecoins hingegen bieten ein anderes Szenario. Der USDT-Kurs bleibt stabil und eignet sich daher ideal als Zahlungsmittel für den Alltag. Allerdings fehlt es an einer direkten Ausgabeninfrastruktur. Diese Lücke hat eine klare Marktnachfrage nach Krypto-Zahlungskarten geschaffen.

Visa setzt inzwischen über 130 Integrationsprojekte nach dem Prinzip „Stablecoin + Bankkarte" in mehr als 50 Ländern um. Bis April 2026 erreichte das Stablecoin-Abwicklungsgeschäft von Visa ein annualisiertes Transaktionsvolumen von 7 Milliarden US-Dollar. Branchendaten belegen das tatsächliche Ausmaß dieser Nachfrage – Krypto-Zahlungen entwickeln sich von Nischenanwendungen zu einer Infrastruktur für den Massenmarkt.

Gate Card: Ein Zahlungsmittel, das On-Chain-Assets mit globalen Ausgaben verbindet

Die Gate Card ist eine von Gate herausgegebene digitale Zahlungskarte für Krypto-Vermögenswerte, die direkt mit einem Gate Pay-Zahlungskonto verknüpft ist. Nutzer müssen USDT oder andere digitale Assets nicht vorab in Fiat umtauschen; die notwendige Konvertierung und Abwicklung erfolgt automatisch im Moment der Transaktion. Das bedeutet, dass die On-Chain-Vermögenswerte der Nutzer in ihrer ursprünglichen Form verbleiben und erst beim Einkauf genutzt werden.

Die Gate Card spiegelt die digitalen Guthaben der Nutzer direkt in Ausgabelimits wider, die vom Visa-Netzwerk akzeptiert werden. So können On-Chain-Assets ohne Umwege im realen Leben ausgegeben werden. Früher waren für einen typischen Einkauf mehrere Schritte nötig: Transfer vom Wallet zur Börse, Verkauf gegen Fiat, Auszahlung auf das Bankkonto und anschließende Zahlung mit der Bankkarte. Mit der Gate Card wird dieser gesamte Prozess auf einen einzigen Schritt reduziert – einfach die Karte durchziehen oder eine digitale Wallet verknüpfen und bezahlen.

Das Ausgabelimit der Karte richtet sich nach dem verfügbaren Guthaben im Gate Pay-Konto des Nutzers. Das verfügbare Guthaben kann durch den Kauf digitaler Assets über die „Krypto kaufen"-Funktion von Gate oder durch Übertragungen aus anderen Wallets auf das Gate-Konto erhöht werden.

Aktuell unterstützt die Gate Card vier digitale Assets für Direktzahlungen: USDT, BTC, ETH und GT. Wer eines dieser Assets im Gate Pay-Konto hält, kann beim Bezahlen frei wählen, welches als Zahlungsquelle genutzt werden soll. USDT eignet sich als Stablecoin besonders für alltägliche Ausgaben. Bitcoin und Ethereum, die beiden größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung, können langfristig gehalten, aber bei Bedarf auch direkt ausgegeben werden. GT, der native Token des Gate-Ökosystems, eröffnet Nutzern zusätzliche Zahlungsoptionen.

Zwei Kartentypen und eine transparente Gebührenstruktur

Die Gate Card ist sowohl als virtuelle als auch als physische Karte erhältlich, sodass Nutzer den Kartentyp wählen können, der am besten zu ihren Bedürfnissen passt.

Die virtuelle Karte ist für die meisten Nutzer der bevorzugte Einstieg. Nach Abschluss der Identitätsprüfung auf Level 2 kann die virtuelle Karte in der Regel innerhalb von 3 bis 5 Minuten aktiviert werden. Sie eignet sich ideal für Online-Einkäufe und kann zudem mit Apple Pay und Google Pay für Zahlungen im Geschäft verknüpft werden. Die physische Karte deckt ein breiteres Spektrum ab, darunter Chipzahlungen, kontaktloses Bezahlen und Bargeldabhebungen am Geldautomaten. Jeder Nutzer kann eine virtuelle und eine physische Karte beantragen.

Bezüglich der Gebühren fallen weder für die virtuelle noch für die physische Gate Card Ausstellungsgebühren, monatliche Gebühren oder Inaktivitätsgebühren an. Die Gebühr für die Umwandlung von Krypto in Fiat beträgt 0,90 % bei Transaktionen ab 2 US-Dollar und 0,05 US-Dollar bei Transaktionen unter 2 US-Dollar. Für Transaktionen in Nicht-USD-Währungen fällt eine Fremdwährungsgebühr von 1 % an. Insgesamt ist die Kostenstruktur transparent und vorhersehbar. Die Ausgabelimits werden dynamisch anhand des Kartenlevels angepasst und bieten flexible Kapazitäten für unterschiedliche Nutzungsszenarien.

Punkte-Cashback: Ausgaben werden zu Vermögensaufbau

Am 02. Juli 2026 hat Gate offiziell das Gate Card-Punktesystem eingeführt. Im Mittelpunkt stehen drei Kernfunktionen: Cashback auf Ausgaben, Punkteeinlösung und Level-Aufstieg. Nutzer können durch ihre Ausgaben kontinuierlich Punkte sammeln, diese gegen digitale Assets eintauschen und mit wachsendem Umsatz höhere Level und Vorteile freischalten.

Das Cashback-System der Gate Card umfasst sechs Level, von T0 bis T5, wobei die Cashback-Quoten von 1 % bis zu 8 % steigen. Jedes Level hat unterschiedliche Punkte-Multiplikatoren, monatliche Punkteobergrenzen und Cashback-Limits. Die konkreten Parameter lauten wie folgt:

  • T0: Für VIP 0 bis VIP 4, kein Mindestumsatz pro Monat, 1 % Cashback, 500 Punkte monatliches Limit, 5 US-Dollar monatliches Cashback-Limit.
  • T1: Für VIP 5 bis VIP 7, monatlicher Umsatz ab 500 US-Dollar, 1 % Cashback, 5.000 Punkte monatliches Limit, 50 US-Dollar monatliches Cashback-Limit.
  • T2: Für VIP 8, monatlicher Umsatz ab 3.000 US-Dollar, 2 % Cashback, 10.000 Punkte monatliches Limit, 100 US-Dollar monatliches Cashback-Limit.
  • T3: Für VIP 9, monatlicher Umsatz ab 6.000 US-Dollar, 3 % Cashback, 15.000 Punkte monatliches Limit, 150 US-Dollar monatliches Cashback-Limit.
  • T4: Für VIP 10 bis VIP 12, monatlicher Umsatz ab 10.000 US-Dollar, 5 % Cashback, 25.000 Punkte monatliches Limit, 250 US-Dollar monatliches Cashback-Limit.
  • T5: Für VIP 13 bis VIP 14, monatlicher Umsatz ab 15.000 US-Dollar, 8 % Cashback, 40.000 Punkte monatliches Limit, 400 US-Dollar monatliches Cashback-Limit und ein Cashback-Limit von 150 US-Dollar pro Einzeltransaktion.

Der Punkte-Multiplikator bestimmt, wie viele Punkte pro 1 US-Dollar Umsatz gesammelt werden – ein 1x-Multiplikator entspricht 1 Punkt pro 1 US-Dollar. Auf Level T5 gibt es beispielsweise für jeden ausgegebenen US-Dollar 8 Punkte. Bei einem Einlösewert von 100 Punkten für 1 USDT entspricht dies einer Cashback-Quote von 8 %.

Das Einlösesystem der Gate Card zeichnet sich durch zwei wesentliche Merkmale aus: einen festen Wechselkurs und unbegrenzte Gültigkeit. Punkte können zu einem festen Kurs von 100 Punkten für 1 USDT eingelöst werden, das Mindesteinlösevolumen beträgt 50 Punkte. Nutzer können Punkte gegen USDT oder GT eintauschen. Die Punkte verfallen nie – ein entscheidender Vorteil, der es ermöglicht, unbegrenzt Punkte zu sammeln, ohne sich um Verfallsdaten sorgen zu müssen. Eingelöste digitale Assets werden dem vom Nutzer gewählten Konto, etwa dem Zahlungs- oder Spot-Konto, gutgeschrieben.

Der zentrale Mehrwert dieses Mechanismus besteht darin, dass Ausgaben in On-Chain-Vermögensaufbau umgewandelt werden. Ausgaben sind somit kein einseitiger Abfluss mehr, sondern schaffen einen geschlossenen Kreislauf von „Ausgeben – Cashback – Reinvestieren".

Die Veränderung, die Gate Card bewirkt

Aus Branchensicht ist die Gate Card weit mehr als nur ein neues Zahlungsfeature. Sie trägt dazu bei, digitale Vermögenswerte in das reale Konsumumfeld zu integrieren. Krypto-Assets waren bislang größtenteils auf Handelsplattformen und Wallets beschränkt. Nun ermöglichen Krypto-Zahlungskarten den Eintritt digitaler Vermögenswerte in die etablierten Zahlungsnetzwerke.

Die Gate Card wird über das Visa-Netzwerk bei mehr als 150 Millionen Händlern in über 200 Ländern und Regionen akzeptiert. Das Produkt unterstützt Online- und Vor-Ort-Zahlungen, Bargeldabhebungen am Geldautomaten und kann mit Apple Pay und Google Pay verknüpft werden. Das bedeutet, Nutzer können ihre digitalen Vermögenswerte in den meisten Alltagssituationen weltweit einsetzen.

Das zentrale Design der Gate Card besteht darin, digitale Asset-Konten mit bestehenden Zahlungssystemen zu integrieren. Diese Integration führt dazu, dass digitale Vermögenswerte sich von reinen „Handelswerten" zu „Zahlungswerten" entwickeln. Mit dem Ausbau der Zahlungsinfrastruktur erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten digitaler Vermögenswerte in der realen Welt stetig.

Das monatliche Transaktionsvolumen von Krypto-Zahlungskarten stieg von rund 100 Millionen US-Dollar im Januar 2023 auf über 1,5 Milliarden US-Dollar Ende 2025. Krypto-Kartenzahlungen wachsen mit einer jährlichen Rate von 106 %. Krypto-Zahlungen entwickeln sich vom Randbereich zum festen Bestandteil der Konsuminfrastruktur. Als Schlüsselprodukt in diesem Trend bietet die Gate Card einen entscheidenden Endpunkt für Stablecoin-Zahlungen.

Fazit

Stablecoin-Zahlungen verändern die Struktur des Konsumverhaltens grundlegend. Von 33 Billionen US-Dollar jährlichem Transaktionsvolumen über ein Gesamtangebot von 321 Milliarden US-Dollar bis hin zu monatlichen Kartenausgaben von 500–600 Millionen US-Dollar und einer Wachstumsdynamik von über 5 Milliarden US-Dollar jährlich – die Daten zeigen klar: Stablecoins sind längst mehr als reine On-Chain-Abwicklungsinstrumente. Sie entwickeln sich zu echten Zahlungsmitteln für den Alltag.

Die Gate Card übernimmt dabei eine verbindende Rolle. Sie verknüpft On-Chain-Assets direkt mit dem globalen Visa-Händlernetzwerk und beseitigt die bisherigen Hürden zwischen digitalen Vermögenswerten und realen Ausgaben. Das sechsstufige Punkte-Cashback-System macht aus jeder Ausgabe einen neuen Startpunkt für Wertschöpfung durch Rückführung ins Vermögen.

Von der sofortigen Aktivierung der virtuellen Karte bis zur weltweiten Akzeptanz der physischen Karte, von 1 % Basis-Cashback bis zu maximal 8 % – die Gate Card bietet Inhabern digitaler Vermögenswerte einen durchgängigen Weg vom Halten zum Ausgeben. Wenn Stablecoin-Zahlungen kein Spezialwissen mehr erfordern und nicht mehr auf On-Chain-Ökosysteme beschränkt sind, verlieren sie den Charakter eines reinen „Assets" und werden zu wirklich liquiden Zahlungsmitteln. Die Gate Card beschleunigt diesen Wandel.

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