Ray Dalio, der Gründer von Bridgewater, spricht erneut über Bitcoin: Knappheit bedeutet nicht Zentralbankreserven, Gold bleibt nach wie vor die erste Wahl unter den harten Vermögenswerten.

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Der milliardenschwere Investor und Gründer von Bridgewater Associates, Ray Dalio, hat kürzlich erneut eine vorsichtige Haltung zur Rolle von Bitcoin im globalen Finanzsystem geäußert. Er stellte fest, dass Bitcoin zwar über Knappheit und bestimmte “Währungseigenschaften” verfügt, jedoch aus der Perspektive der Zentralbank-Asset-Allokation und des Reserve-Managements nicht als offizielles Reservevermögen geeignet ist.

In einem kürzlichen Interview bezeichnete Dalio Bitcoin als eine “spirituelle Währung”. Er räumt ein, dass die Gesamtmenge von Bitcoin festgelegt, dezentralisiert und weitgehend als digitale Währung angesehen wird, aber diese Merkmale reichen nicht aus, damit die Zentralbank sie in ihre Bilanz aufnimmt. Dalio glaubt, dass die Zentralbank mehr auf die Sicherheit, Stabilität und Kontrollierbarkeit von Vermögenswerten achtet, und genau das sind die Schwächen von Bitcoin.

Dalio betonte das Problem der Transparenz von Bitcoin. Er stellte fest, dass Transaktionen auf der Bitcoin-Blockchain vollständig nachverfolgt werden können, was auf der Ebene des Reservemanagements ein Risiko darstellt. Sobald Transaktionen überwacht, gestört oder sogar eingeschränkt werden, wird die Zuverlässigkeit als staatliches Reservevermögen in Frage gestellt. Im Gegensatz dazu ist Gold nach der Abkopplung vom Finanzsystem schwerer nachverfolgbar oder kontrollierbar, weshalb es in extremen Umgebungen eine stärkere Absicherungsfunktion hat.

Aus sicherheitstechnischer Sicht weist Dalio außerdem darauf hin, dass Bitcoin potenzielle Risiken durch technische Angriffe, Zerstörung oder regulatorische Beschränkungen birgt, die seine Attraktivität als langfristiges Vermögensspeicherinstrument verringern könnten. Aus diesem Grund neigt er bei der Wahl zwischen Bitcoin und Gold immer mehr zu Gold.

Dennoch verneint Dalio Bitcoin nicht vollständig. Er hat verraten, dass er immer noch eine kleine Menge Bitcoin hält und zuvor mehrfach Investoren geraten hat, auf Bitcoin und Gold als knappe Vermögenswerte zu achten, um sich gegen die Risiken globaler hoher Schulden und Währungsabwertung abzusichern. Er hat jedoch klar zum Ausdruck gebracht, dass Bitcoin in seiner Vermögensallokation eine geringere Priorität als Gold hat.

Wenn es um Stablecoins geht, ist Dalio konservativer. Er glaubt, dass Stablecoins an Fiat-Währungen gebunden sind und im Wesentlichen weiterhin von traditionellen Währungssystemen beeinflusst werden, was sie eher für schnelle Zahlungen und Transaktionen geeignet macht, als für langfristige Wertaufbewahrung oder Vermögensallokation.

Insgesamt bietet Ray Dalios Sichtweise einen wichtigen Bezugspunkt für das Thema “Kann Bitcoin eine Zentralbank-Reserve-Asset werden?” Seiner Meinung nach ist Bitcoin eine digitale Währung mit einem knappen Wert, während Gold nach wie vor eine ausgereiftere und zuverlässigere harte Vermögenswerte für Absicherungsmöglichkeiten darstellt. Diese Position spiegelt auch die realen Grenzen der Einstellung traditioneller Finanzgiganten zu Krypto-Assets wider.

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