Hat Maduro wirklich 60 Milliarden US-Dollar in BTC versteckt?

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Verfasser: Cathy, Alltagstalk Blockchain

2026年1月3日凌晨, stürmten US-Spezialkräfte im Rahmen einer Operation namens „Absolute Entschlossenheit“ in Caracas den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.

Dieses Ereignis wirft eine große Frage in der Krypto-Community auf: Hat das Maduro-Regime tatsächlich die angeblichen „Schattenreserven“?

Laut Bericht des Rechercheinstituts Whale Hunting und verschiedener Geheimdienstquellen kursiert ein erstaunliches Gerücht: Das Maduro-Regime könnte zwischen 600.000 und 660.000 Bitcoin besitzen. Wenn dieses Gerücht stimmt, würde der Wert bei den Marktpreisen Anfang 2026 bei 60-67 Milliarden US-Dollar liegen.

Was bedeutet das?

MicroStrategy (heute umbenannt in Strategy), das sogenannte „Bitcoin-Wal-Unternehmen“, hält bis Januar 2026 über 670.000 BTC im Wert von etwa 61,3 Milliarden US-Dollar. Wenn das Gerücht aus Venezuela stimmt, entspricht die Position etwa der eines der größten globalen Unternehmenskäufer und macht rund 3 % der gesamten Bitcoin-Angebotsmenge (21 Millionen).

Aber die Frage ist: Existiert dieses Vermögen wirklich? Und wenn ja, wo ist es versteckt?

In der Krypto-Welt gilt eine eiserne Regel: „Not your keys, not your coins“ (Ohne Private Keys keine Coins).

01 Wie entstand das Gerücht?

Um zu verstehen, woher das Gerücht von „600.000 BTC“ stammt, müssen wir zunächst die möglichen Wege betrachten, auf denen das Maduro-Regime theoretisch Bitcoin anhäufen könnte. Es ist wichtig zu betonen, dass die folgende Analyse auf öffentlichen Berichten und Geheimdienstschätzungen basiert und keine gesicherten Fakten sind.

Weg 1: Das Petro-Scam – Der Weg zur Krypto-Entwicklung

Im Februar 2018 kündigte Maduro unter dem Druck US-Sanktionen die Einführung der ersten „staatlichen Kryptowährung“ an – Petro. Die Regierung behauptete, am ersten Tag 735 Millionen US-Dollar gesammelt zu haben, mit einem Ziel von 6 Milliarden US-Dollar.

Untersuchungen zeigen jedoch, dass dieses ICO von Anfang an schwerwiegende Probleme hatte.

Zunächst behauptete Petro, auf Ethereum zu basieren, später auf NEM, und schließlich schien es auf einer privaten Blockchain zu laufen, die es gar nicht gibt. Die Regierung behauptete, Petro werde durch 5,3 Milliarden Barrel Rohöl im Ayacucho-Block gedeckt, doch Vor-Ort-Inspektionen ergaben, dass die Infrastruktur verfallen war und keine Förderaktivitäten stattfanden.

Das sogenannte „Finanzieren“ war wahrscheinlich nur eine interne Umschichtung von Vermögenswerten innerhalb des Regimes.

Obwohl Petro scheiterte, hinterließ es ein wichtiges Nebenprodukt: Sunacrip (Nationale Behörde für Krypto-Assets). Diese Behörde wurde mit der Aufsicht über alle Krypto-Aktivitäten, der Vergabe von Mining-Lizenzen und sogar dem Betrieb nationaler Mining-Pools beauftragt. Es ist keine echte Regulierungsbehörde, sondern ein Geldwäschenetzwerk des Staates.

Im Januar 2024 schloss Maduro Petro offiziell. Das ist kein Scheitern, sondern eine strategische Neuausrichtung – vom „Emittenten“ zum „Halter“ und der vollständigen Fokussierung auf echte, global liquide Bitcoin und USDT.

Weg 2: PDVSA-Crypto-Skandal – 21 Milliarden US-Dollar unklarer Verbleib

Das Gerücht besagt, dass die Bitcoin-Reserven des Maduro-Regimes hauptsächlich aus der Veruntreuung der Ölexporteinnahmen der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA stammen könnten.

2019 verhängten die USA umfassende Sanktionen gegen PDVSA und schlossen den Zugang zum globalen Bankensystem ab. Um zu überleben, startete PDVSA eine „Anti-Blockade“-Strategie:

  • Dunkle Flotte: Nutzung von abgelegten Tankern, um Rohöl nach Asien zu transportieren, z.B. in „Teekannen-Raffinerien“ (kleine, private Raffinerien).

  • Mittlernetzwerke: Verschleierung der Ölquellen durch Scheinfirmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Russland und anderen Ländern. Diese Firmen haben meist keine Erfahrung im Ölhandel, nur enge persönliche Beziehungen zu Regime-Kreisen.

  • Krypto-Abrechnung: Aufgrund der Unfähigkeit, US-Dollar-Überweisungen zu erhalten, wurde USDT (Tether) als Zahlungsmittel für Öltransaktionen genutzt.

Im März 2023 kam es zu einem landesweiten Skandal um „PDVSA-Crypto“. Interne Prüfungen ergaben, dass zwischen 2020 und 2023 rund 21 Milliarden US-Dollar an Ölexportforderungen unauffindbar waren.

Wohin ist dieses Geld geflossen? Bis heute bleibt es ein Rätsel.

Einige Geheimdienstanalysten vermuten, dass ein Teil durch Kryptowährungen wieder in die Kontrolle des Regimes gelangt sein könnte. Angeblich hat Sunacrip eine automatisierte „Sprungbrett“-Mechanik aufgebaut:

  • Empfang: Mittels Mittelsmänner werden USDT in von Sunacrip kontrollierte Zwischen-Wallets transferiert

  • Waschen: Durch Mixer wie Tornado Cash werden die Gelder verschleiert

  • Umwandlung: In Russland oder Osteuropa werden USDT an OTC-Desks in Bitcoin umgetauscht

  • Speicherung: Die Bitcoins werden in offline generierte Cold Wallets transferiert, deren Private Keys vom obersten Regime kontrolliert werden

Die Kernarchitektur dieses Systems wurde von Tareck El Aissami (ehemaliger Ölminister) und Alex Saab („Finanz-Diplomat“ des Regimes) entwickelt. Nach seinem Rücktritt im März 2023 wurde El Aissami im April 2024 wegen Korruption verhaftet, ihm drohen Anklagen wegen Landesverrats und Geldwäsche. Vermutlich wurden seine Vermögenswerte vom Maduro-Clan konfisziert.

Saab kehrte im Dezember 2023 im Austausch gegen US-Gefangene nach Venezuela zurück, tauschte 10 US-Häftlinge gegen den Finanzarchitekten. Das zeigt seine Unersetzlichkeit für Maduro – vermutlich weil er die Kontrolle über die Finanzströme besitzt.

Weg 3: Militärische Mining-Operationen – „Staatliche Rechenleistung“ durch beschlagnahmte Miner

Neben den Öleinnahmen gibt es eine Theorie, dass das Regime direkt Bitcoin durch Kontrolle der „Produktionsmittel“ erzeugen könnte.

Venezuela verfügt über die weltweit billigste Elektrizität, hauptsächlich durch den Guri-Staudamm. Das macht das Mining äußerst profitabel. Die Maduro-Regierung kontrolliert diese Vorteile durch das Militärunternehmen CAMIMPEG (Militärfirma für Bergbau, Öl und Gas).

CAMIMPEG hat das „Bolivar Army Digital Asset Production Center“ eingerichtet, das militärische Mining-Farmen betreibt:

  • Stromversorgung: Priorisierte Stromzuteilung bei landesweiten Stromausfällen

  • Sicherheit: Bewacht von der Nationalgarde

  • Betriebskosten: Da der Strom subventioniert wird, sind die Margen nahezu null

Aber woher stammen die Geräte? Ein Großteil wurde durch Plünderung privater Miner beschafft.

Seit 2020 hat Sunacrip in Zusammenarbeit mit dem Militär eine Reihe von Razzien bei privaten Minern durchgeführt:

  • 2020: Nationalgarde beschlagnahmt 315 Antminer S9 in Bolívar

  • 2023: Razzia bei der Mafia „Aragua Train“ im Tocolón-Gefängnis, zahlreiche Miner und Waffen beschlagnahmt

  • 2024: In Maracay wurden bei einer Operation über 2300 Antminer S19J Pro sichergestellt

Laut Geheimdienstquellen könnten zwischen 2020 und 2025 durch Beschlagnahmungen von privaten Minern und Bandenanlagen Zehntausende Miner in staatliche Hände gelangt sein. Diese Geräte wurden nicht zerstört, sondern in die von CAMIMPEG kontrollierten Anlagen umverteilt.

Mit Tausenden bekannten Hochleistungs-Minern und der Produktion in staatlichen Minen könnte diese „Zombie-Armee“ in den letzten Jahren Zehntausende Bitcoin produziert haben.

02 Woher stammt das Gerücht von den „60.000 BTC“ und wie ist es zu hinterfragen?

Kernfrage: Ist diese Zahl glaubwürdig?

Laut Berichten von Chainalysis, TRM Labs und Whale Hunting kursiert die Schätzung zwischen 600.000 und 660.000 BTC. Dabei ist zu betonen:

  • Diese Zahl basiert nur auf Geheimdienstinformationen, nicht auf Blockchain-Daten

  • Es gibt keine öffentlich zugänglichen Beweise auf der Blockchain, die diese Zahl belegen

  • Whale Hunting weist ausdrücklich darauf hin: „Diese Schätzung basiert auf HUMINT (menschlicher Geheimdienstinformation) und ist nicht durch Blockchain-Analysen bestätigt.“

Dennoch enthält der Bericht eine hypothetische Analyse:

Ist dieses Gerücht logisch haltbar?

Befürworter argumentieren:

  • MicroStrategy (heute umbenannt in Strategy) hält bis Januar 2026 über 670.000 BTC. Ein souveräner Staat könnte theoretisch eine ähnliche Menge anhäufen.

  • Finanzielle Unterstützung: PDVSA hatte zwischen 2020 und 2023 unklare 21 Milliarden US-Dollar. Wenn die Hälfte davon in Bitcoin umgewandelt wurde, könnte man bei damaligen Durchschnittspreisen 300.000 bis 400.000 BTC kaufen.

Kritiker sagen:

  • Fehlende Blockchain-Beweise: Wenn 600.000 BTC wirklich existierten, müsste man konkrete Adressen auf der Blockchain finden. Bisher ist das nicht gelungen.

  • Die Zahl wirkt zu glatt: 600.000 ist eine runde, eher geschätzte Zahl, die stark überhöht sein könnte.

  • Motivlage: Das Gerücht könnte politisch instrumentalisiert oder spekulativ sein.

Fazit: Ohne konkrete Blockchain-Beweise bleibt das nur ein unbestätigtes Gerücht.

03 Wenn das Gerücht stimmt: Wem gehören die Private Keys?

Angenommen, diese „Schattenreserven“ existieren wirklich, bedeutet das nicht automatisch, dass die USA sie kontrollieren können, selbst wenn Maduro verhaftet wird.

Das FBI steht vor der Herausforderung: Wie beweist man die Existenz dieser Bitcoins und findet die Private Keys?

Wer könnte die Private Keys besitzen?

Wenn die Vermögenswerte wirklich existieren, ist es unwahrscheinlich, dass sie nur in einer einzigen Wallet verwaltet werden. Wahrscheinlicher ist eine Multi-Signature- oder Sharding-Lösung.

Mögliche Private-Key-Besitzer:

  • Alex Saab: Als Finanzarchitekt des Regimes kennt er die Geldflüsse genau und besitzt wahrscheinlich die Schlüssel oder Hardware-Wallets. Nach seiner Rückkehr im Dezember 2023 im Austausch gegen US-Gefangene zeigt seine Unersetzlichkeit die Kontrolle über die Finanzströme.

  • Nicolasito (Maduro-Sohn): Wird in Anklageschriften genannt, beteiligt an illegalen Goldminen und Alltagsgeschäften des Regimes, könnte eine Backup-Kopie der Familien-Keys besitzen.

  • Cilia Flores (First Lady): Hochrangige Figur im Kernkreis, möglicherweise physisch im Besitz von Teilen der Cold Wallets.

  • Technische Beamte: Ehemalige Sunacrip-Techniker könnten die Multi-Signature-Architektur warten, auch wenn sie die vollständigen Keys nicht kennen. Ihre Mitarbeit ist entscheidend für den Zugriff.

Kryptografische Architektur:

Am wahrscheinlichsten ist eine M-von-N-Signatur (z.B. 3/5 oder 5/7). Das bedeutet, dass mindestens 3 der 5 Schlüssel benötigt werden, um die Gelder zu bewegen.

Wenn Maduro, Flores und Saab alle von den USA kontrolliert werden, könnten die USA sie zwingen, die Wallet zu entsperren. Die Realität ist jedoch komplex:

  • Geographische Verteilung: Cold Wallets könnten in Caracas, Russland oder Kuba verteilt sein.

  • Notfall-Trigger: Es könnte automatische Mechanismen geben, die bei bestimmten Ereignissen (z.B. Maduro verschollen) die Gelder automatisch transferieren oder an andere Verbündete schicken.

  • Ideologische Widerstände: Selbst bei lebenslanger Haft könnten die Schlüsselinhaber sich weigern, zu kooperieren. Für sie ist es mehr als nur Reichtum – ein letzter Widerstand gegen „US-Imperialismus“.

04 Markteinfluss: Das Gerücht selbst ist eine Unsicherheitsquelle

Auch wenn das Gerücht unbestätigt bleibt, wirkt es bereits wie ein Damokles-Schwert über dem Kryptomarkt. 600.000 BTC entsprechen 3 % des Gesamtangebots und könnten bei tatsächlicher Existenz enorme Auswirkungen haben.

Drei Szenarien:

Szenario 1: Das Gerücht ist falsch

Wenn FBI und Blockchain-Analysten nach gründlicher Untersuchung feststellen, dass die „Schattenreserven“ nicht existieren oder stark überschätzt sind, könnte der Markt aufatmen. Es besteht kein Verkaufsdruck, die Preise bleiben neutral oder leicht positiv.

Szenario 2: Das Gerücht ist wahr und die US-Behörden kontrollieren die Bitcoins

Wenn die US-Behörden die Vermögenswerte tatsächlich beschlagnahmen, werden sie wahrscheinlich in ein Gerichtsverfahren eingebracht, das Jahre dauern kann. Das würde die Menge an verfügbaren Bitcoins stark einschränken, den Umlauf verringern und die Preise stützen.

Ähnlich wie bei der FBI-Beschlagnahme der „Silk Road“-BTC 2013, bei der rund 170.000 BTC eingefroren und später versteigert wurden. Während der Einfrierung waren diese Coins faktisch vom Markt genommen, was den Verkaufsdruck reduzierte.

Szenario 3: Das Gerücht ist wahr, aber die Private Keys sind außer Kontrolle

Das gefährlichste Szenario: Die Vermögenswerte existieren, die Keys sind aber nicht in US-Händen. Überreste des Regimes könnten versuchen, die Bitcoins auf OTC-Märkten zu verkaufen, um Fluchtgelder zu beschaffen. Das würde Panikverkäufe auslösen.

Als die deutsche Regierung 2024 nur 50.000 BTC verkaufte, kam es zu kurzfristigen starken Schwankungen. Bei 600.000 BTC wäre der Druck verheerend.

05 Zusammenfassung

Maduro’s Verhaftung hat tatsächlich einen Einblick in die Nutzung von Kryptowährungen zur Umgehung von Sanktionen gegeben.

Vom gescheiterten Petro-Experiment über den Skandal um PDVSA-Crypto mit 21 Milliarden US-Dollar bis hin zu militärisch kontrollierten Mining-Anlagen – all das ist bestätigt. Doch das Gerücht von „600.000 BTC Schattenreserven“ ist bislang unbelegt.

Fakt ist: Venezuela nutzt Kryptowährungen zur Sanktionsergänzung, PDVSA hat unklare 210 Milliarden US-Dollar, und das Regime hat zahlreiche Mining-Geräte beschlagnahmt.

Unklar bleibt: Ob tatsächlich 60.000 BTC gehortet werden, wem die Keys gehören, und ob diese Bitcoins auf den Markt gelangen.

Diese Fragen werfen ein scharfes Licht auf das Spannungsfeld zwischen Dezentralisierung und Kontrolle: Wie finden wir eine Balance zwischen Freiheit und Ordnung?

Bis weitere Beweise ans Licht kommen, bleibt das „600-Milliarden-Dollar-Schattenreservoir“ nur ein unbestätigtes Gerücht.

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