Die AI-Blase wird laut Top-Marktanalyst Bull Theory nicht so bald platzen.
Der Analyst argumentiert, dass die aktuellen Marktbedingungen Frühphasen-Blasen ähneln, nicht den endgültigen Höchstpunkten. Die Angst ist groß, die Bewertungen sind hoch, aber nicht extrem, und Warnungen gibt es überall. Die Geschichte zeigt, dass genau dann Blasen beschleunigen, nicht kollabieren.
Bull Theory weist auf ein konsistentes Muster bei großen Markt-Manien hin. Ökonomen warnten 1997 vor Tech-Aktien, doch die Dotcom-Blase platzte erst 2000. Warnungen vor dem Immobilienmarkt tauchten 2005 auf, doch der Crash kam Ende 2007.
Frühwarnungen töten Blasen nie; sie markieren nur den Beginn der Beschleunigungsphase. Momentan tauchen AI-Warnungen seit 2023 auf, was darauf hindeutet, dass der echte Höhepunkt möglicherweise erst 2027 oder 2028 erreicht wird.
Aktuelle Marktkennzahlen liegen weit unter historischen Extremen. Der Nasdaq ist in den letzten fünf Jahren um 88 % gestiegen, ein solides Plus, aber bei weitem nicht die 12-fache Steigerung der Dotcom-Ära.
Der heutige Nasdaq handelt bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 26, weniger als die Hälfte des Dotcom-Höchststands von 60. Das KGV des S&P 500 liegt bei etwa 40, hoch, aber noch unter den vorherigen Blasenhöhen.
Margin-Schulden erzählen eine ähnliche Geschichte. Investoren nutzen Rekordhebel von 1,1 Billionen $, dem höchsten Stand in der Geschichte. Bull Theory stellt fest, dass Blasen historisch nur platzen, wenn die Hebelwirkung stark zu sinken beginnt.
Da die Margin-Schulden weiter steigen, scheint der Spekulationszyklus eher im Aufbau zu sein als im Höhepunkt. Das deutet auf weiteres Aufwärtspotenzial hin, bevor es zu einem ernsthaften Zusammenbruch kommt.
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— Bull Theory (@BullTheoryio) 8. Februar 2026
Daten von Google-Suchen zeigen weit verbreitete Crash-Erwartungen. Hohe Suchvolumina für Begriffe wie „AI-Blase“ deuten auf anhaltende Angst unter Investoren hin.
Bull Theory betont, dass Blasen typischerweise platzen, wenn das Vertrauen seinen Höhepunkt erreicht und die Angst verschwindet. Das aktuelle Marktverhalten zeigt das Gegenteil. Jeder Tech-Verkauf löst scharfe VIX-Spitzen aus, die von 20 auf 28 steigen.
Der Kauf von Put-Optionen steigt bei jedem Rücksetzer stark an, was auf defensive Positionierung und nicht auf Euphorie hindeutet.
Wahre Blasenhöchststände zeichnen sich meist durch geringe Volatilität und minimale Absicherungsaktivitäten aus. Investoren werden gleichgültig und glauben, die Rally werde niemals enden. Dieses Vertrauen besteht heute nicht. Die Wall Street ist uneins über die Marktrichtung.
Privatinvestoren geraten bei jeder Korrektur in Panik. Dieses Stimmungsbild entspricht frühen bis mittleren Blasenphasen, nicht einer späten Mania.
Der S&P 500 Equal-Weight-Index hat im vergangenen Jahr nur 10 % zugelegt. Diese enge Performance zeigt, dass nur eine Handvoll Mega-Cap-Aktien die gesamte Rally antreiben.
NVIDIA, Tesla, Apple, Google und Amazon machen den Großteil der Gewinne aus. Der breitere Markt hat sich kaum bewegt.
Bull Theory argumentiert, dass echte Blasenhöchststände eine breite Beteiligung aller Sektoren und Marktkapitalisierungen erfordern. Diese vollständige Marktteilnahme hat sich noch nicht materialisiert, was darauf hindeutet, dass der Zyklus noch weiterlaufen muss, bevor Erschöpfung eintritt.
Bull Theory bleibt optimistisch für die Kryptomärkte trotz jüngster Turbulenzen. Das Unternehmen glaubt, dass kommende Liquiditätskatalysatoren zu mächtig sind, um ignoriert zu werden.
Die Federal Reserve hat mit dem Kauf von T-Bills begonnen, eine politische Wende, die historisch die Bewertungen risikoreicher Vermögenswerte erhöht hat. Die Politik der Trump-Administration zielt darauf ab, globales Kapital wieder in die US-Märkte zu lenken, was das System mit Liquidität fluten könnte.
Die Staatsverschuldung wird bis 2029 auf 50 bis 55 Billionen $ geschätzt. Diese massive Expansion wird enorme Geldmengen in die Wirtschaft pumpen.
In Kombination mit geldpolitischen Stimuli aus Japan, China und den USA begünstigen die globalen Liquiditätsbedingungen spekulative Vermögenswerte. Diese makroökonomischen Rückenwinde haben Blasenzyklen historisch verlängert, anstatt sie zu beenden. Kryptowährungen profitieren als eine der liquidesten und spekulativsten Anlageklassen.
Unternehmensgewinne stützen weiterhin die aktuellen Bewertungen, insbesondere für AI-Führer wie Nvidia und Microsoft. Der AI-Investitionszyklus beschleunigt sich, anstatt sich zu verlangsamen.
Die Marktförderung bleibt stark und nimmt weiter zu. All diese Faktoren deuten auf eine Blase hin, die sich noch in den frühen Phasen befindet.
Bull Theory erwartet Korrekturen und Volatilität in diesem Zeitraum. Scharfe Rücksetzer werden schwache Hände vertreiben und Kaufgelegenheiten schaffen.
Aber nichts in den aktuellen Daten deutet auf einen sofortigen Kollaps hin. Wenn historische Muster gelten, liegt die wahre Mania-Phase, in der die Bewertungen vertikal steigen und die Euphorie ihren Höhepunkt erreicht, noch vor uns.
Kryptomärkte könnten als Hauptprofiteur dieses verlängerten Zyklus hervorgehen.