Monero (XMR) tritt in eine neue Handelswoche ein, geprägt von schwerem Verkaufsdruck, wobei der Kurs zum Zeitpunkt des Schreibens am Dienstag um 4 % gefallen ist, nach einem Absturz von 7 % am Vortag. Diese Entwicklung hat die wichtige Unterstützungszone um die Marke von 300 USD ins Blickfeld der Marktteilnehmer gerückt. Diese Privacy-Coin zeigt deutliche Anzeichen von Schwäche beim Interesse kleiner Investoren, da der jüngste Rückgang innerhalb von 24 Stunden etwa 240.000 USD an Wert in Monero-Derivaten ausgelöscht hat. Technisch betrachtet bleibt die kurzfristige Perspektive eher negativ, mit einem Risiko weiterer Kurskorrekturen und sogar einem Durchbruch der entscheidenden Unterstützung bei 300 USD im nächsten Abwärtsimpuls.
Die Bullen bei Monero stehen unter enormem Verkaufsdruck. Laut CoinGlass wurden in den letzten 24 Stunden Long-Positionen im Wert von 239.480 USD liquidiert, deutlich mehr als die lediglich 693,22 USD an Short-Liquidationen. Dieser Unterschied zeigt, dass die Liquidationswelle fast ausschließlich die Long-Positionen betrifft, während der Spotkurs von XMR kontinuierlich schwächer wird.
Der zunehmende Liquidationsdruck führt auch zu einem starken Rückgang im Derivatemarkt. Das offene Interesse (OI) bei XMR-Futures lag am Dienstag bei 101,65 Millionen USD, ist aber innerhalb von 24 Stunden um mehr als 11 % gefallen, was auf Kapitalabflüsse nach den Zwangsschließungen von Long-Positionen hindeutet. Das Ergebnis ist, dass die Bären vorübergehend die Oberhand gewinnen, mit einem Long/Short-Verhältnis von 0,6548, was auf eine deutliche Übermacht der Short-Positionen im Vergleich zu den Longs hinweist.
Daten zu XMR-Derivaten | Quelle: CoinGlass
Monero erreichte letzte Woche ein kurzfristiges Hoch bei 364 USD, doch eine starke Korrektur von 7 % führte dazu, dass der Schlusskurs am Sonntag bei 331 USD lag, wodurch der Wochenanstieg auf weniger als 4 % zusammengeschrumpft ist. Am Dienstag setzte sich der Abwärtstrend fort, der Kurs fiel um weitere 4 %, und notiert nun unter den gleitenden Durchschnitten (EMA) von 50 und 200 Tagen — ein Zeichen dafür, dass der kurzfristige Abwärtstrend noch nicht gebrochen ist.
Der Verkaufsdruck treibt die Privacy-Coin näher an die Fibonacci-Rückzugszone bei 78,6 % bei 302 USD, berechnet vom Tief bei 231 USD am 15.8. bis zum Hoch bei 800 USD am 14.1. In diesem Kontext wird der Bereich zwischen 290 und 302 USD als Unterstützung erwartet, um die zunehmende Verkaufsenergie aufzufangen. Falls der Kurs jedoch nachhaltig unter diese Zone schließt, könnte die Abwärtsbewegung bis zum Ziel bei 231 USD ausgedehnt werden.
Tageschart XMR/USDT | Quelle: TradingView
Die technischen Indikatoren auf Tagesbasis bestätigen weiterhin das Risiko eines Abwärtstrends, da die Bären die Kontrolle behalten. Der RSI liegt aktuell bei etwa 35 und zeigt nach einer schwachen Erholung in der letzten Woche eine Abwärtsbewegung, was auf wiederkehrenden Verkaufsdruck hindeutet. Der MACD und die Signallinie verlaufen seit dem Schnitt am Freitag seitwärts, bleiben aber unter der Nulllinie, was eine neutrale bis negative Stimmung widerspiegelt.
Um eine nachhaltige Erholung einzuleiten, müsste Monero klar über die Widerstandszone aus Fibonacci 38,2 % bei 372 USD und dem 200-Tage-EMA bei 381 USD ausbrechen. Ein erfolgreicher Durchbruch könnte den Kurs in Richtung des 50-Tage-EMA bei 416 USD treiben, bevor er die nächste Fibonacci-Marke bei 50 % um 430 USD testen könnte.
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