Von den Brüdern Winklevoss gegründete Kryptowährungsbörse Gemini befindet sich derzeit in ihrer größten Krise seit dem Börsengang. Am Mittwoch reichte eine Sammelklage beim Southern District Court in New York ein, in der Gemini beschuldigt wird, falsche Informationen in den IPO-Unterlagen 2025 bereitgestellt zu haben, um Investoren in Bezug auf die internationale Expansion zu täuschen. Mit einem Kurssturz von 80 % und einem Jahresverlust von 580 Millionen US-Dollar kündigte Gemini an, ein Viertel der Mitarbeiter zu entlassen und die globale Geschäftstätigkeit erheblich zu reduzieren, was die Marktteilnehmer stark hinsichtlich der operativen Kontinuität beunruhigt.
(Vorgeschichte: Gemini-Gründer Winklevoss Brüder verkaufen Bitcoin im Wert von 130 Millionen US-Dollar! Hatten 108.000 BTC gehalten, verkaufen seit zehn Jahren kontinuierlich und verbleiben bei 8 %)
(Hintergrund: Gemini kündigt vollständigen Rückzug aus Großbritannien, der Europäischen Wirtschaftszone und Australien an. Bis zum 6. April müssen Nutzer ihre Vermögenswerte abheben)
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Die ehemals erfolgreiche Kryptowährungsbörse Gemini, die einst an die Börse ging, befindet sich nun im Zentrum eines rechtlichen Sturms, der von Investoren und Regulierungsbehörden beobachtet wird. Am 20. März (taipeische Zeit) berichteten ausländische Medien, dass Gemini und seine Führungskräfte (einschließlich Tyler und Cameron Winklevoss) beim Southern District Court in New York verklagt wurden.
Der Kern der Klage lautet: Gemini habe in den IPO-Unterlagen im September 2025 sowie in nachfolgenden Offenlegungen falsche oder unvollständige Angaben zu ihrer Geschäftsstrategie gemacht, was dazu führte, dass Investoren in der Annahme eines Wachstums potenzials erhebliche Verluste erlitten.
Die Kursentwicklung von Gemini ist die schmerzhafteste Anklage für Investoren. Im September 2025 ging das Unternehmen an der Nasdaq (Nasdaq) an die Börse, mit einem Eröffnungskurs von 32 USD. Doch bis zum vergangenen Donnerstag fiel der Kurs innerhalb weniger Monate um mehr als 80 % und schloss bei 6,01 USD.
Die Kläger werfen vor, Gemini habe zum Zeitpunkt des IPO bewusst ein positives Image als „fokus auf globale Expansion und Nutzerwachstum“ aufgebaut, tatsächlich aber interne Managementprobleme und regulatorische Hürden im Ausland gehabt.
Noch schockierender ist die „Kehrtwende“ in der Geschäftsstrategie von Gemini. Laut Klageschrift widerspricht die aktuelle Vorgehensweise den im Börsdokument betonten internationalen Zielen. Gemini hat bereits mehrere radikale Maßnahmen angekündigt:
Obwohl Gemini im vierten Quartal 2025 einen Umsatzanstieg von 39 % auf 60,3 Millionen USD verzeichnete, reicht dieses schwache Wachstum nicht aus, um die langfristigen Kosten und Rechtskosten auszugleichen. Marktanalysten warnen, dass die Klage die Liquidität von Gemini weiter belasten und die Einhaltung der Vorschriften in den USA gefährden könnte.
Derzeit hat Gemini zu diesem Verfahren keine weiteren Stellungnahmen abgegeben. Unabhängig davon hat dieser Fall bereits ein Warnsignal für den IPO-Boom der Krypto-Unternehmen im Jahr 2026 gesetzt: Ohne ausreichende regulatorische Transparenz ist selbst die führende Börse nicht vor einer strengen Prüfung durch den Kapitalmarkt sicher.