Ehemaliger gesuchter Taiwaner Lin Bingwen, der in den 88 Club-Fall verwickelt war und 217 Milliarden Yuan durch PGTalk-Punkte bei Geldwäsche half, wurde in der Nacht zum 23. in Sihanoukville, Kambodscha, erschossen. Die Kriminalpolizei hat diese Nachricht bestätigt. Der Fall zeigt die tödlichen Risiken im grauen Bereich Südostasiens auf.
(Vorherige Zusammenfassung: 88 Club-Fall bringt Krypto-Welt ins Visier! USB-Bombe kann Beweise vernichten, Bitgin-CEO und COO wegen 240 Milliarden Yuan Geldwäsche angeklagt)
(Hintergrund: Das taiwanesische Krypto-Gesetz wird in dieser Legislaturperiode im Parlament vorgelegt. Peng Jinlong: Innerhalb von sechs Monaten werden offizielle Richtlinien festgelegt, und es werden zwei legale Wege für ausländische Börsen geöffnet.)
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Der gesuchte Lin Bingwen, bekannt als „Milliarden-Glücksspielkönig“, wurde in der Nacht zum 23. März in Sihanoukville, Kambodscha, erschossen. Es wird vermutet, dass es sich um einen Hinterhalt und einen Rachemord handelt. Die Kriminalpolizei hat diese Nachricht offiziell bestätigt.
Lin Bingwen war Leiter der PGTalk-Kommunikationssoftware und in Taiwans illegalen Glücksspielkreisen als „Milliarden-Glücksspielkönig“ bekannt. Er hatte dem Künstler Peng Chia-chia bei Schulden geholfen. Doch seine Verwicklung in den Fall 88 Club brachte ihn ins Visier der Justiz.
Laut Anklage der New Taipei District Prosecutors Office soll Lin Bingwen über die PG-Punkte, ein Drittanbietersystem auf Basis der PGTalk-Kommunikation, den Betreiber des 88 Clubs, Guo Zheming, bei illegalen Devisentransaktionen und Geldwäsche unterstützt haben. Insgesamt wurden dabei 217 Milliarden Yuan bewegt.
2023 wurde Lin nach dem Bankengesetz angeklagt, doch vor Gericht flüchtete er. Am 27. Dezember desselben Jahres wurde seine Kaution in Höhe von 3 Millionen Yuan eingezogen und eine Fahndung veröffentlicht. Gerüchte besagen, dass er sich in Los Angeles versteckte, bis er Ende 2025 wieder in Sihanoukville auftauchte, vermutlich um seine Geschäfte wieder aufzunehmen.
Der 88 Club-Fall ist einer der größten grenzüberschreitenden Geldwäschen in Taiwan der letzten Jahre, mit hochgradigen Krypto-Assets-Methoden. Das AE-Konsortium, geleitet von Guo Zheming, nutzte seit 2018 den „69 Club“ als Basis, um über verschiedene Kanäle mehr als 21,8 Milliarden Yuan illegal zu waschen:
USDT (Tether): Anonymes Stablecoin zur Verschleierung der Geldflüsse
Spielpunkte: inklusive Lin Bingwens PG-Punkte, als Wertübertragungsmedium
Traditionelle Banküberweisungen: mit gefälschten Transaktionen zur Tarnung der Geldbewegungen
Die illegalen Gelder flossen letztlich in Luxusautos, Immobilien und Kunstwerke. 2025 wurde Guo Zheming im ersten Prozess zu 11 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt, mit Vermögensarrest in Höhe von über 3,5 Milliarden Yuan und 6,41 Millionen USDT.
Die Auswirkungen des 88 Club-Falls haben die Krypto-Compliance in Taiwan erschüttert. Die taiwanesische Krypto-Börse Bitgin (畢竟) wurde wegen angeblicher Unterstützung bei der Geldwäsche in Höhe von 240 Milliarden Yuan angeklagt. Dies ist ein bedeutender Warnhinweis für die Anti-Geldwäsche-Compliance in der taiwanesischen Krypto-Branche.
Der Fall zeigt deutlich: Wenn die KYC- und AML-Systeme bei Krypto-Börsen versagen, können Stablecoins zum Kernwerkzeug krimineller Netzwerke werden.
Weiterführende Lektüre: 88 Club-Fall bringt Krypto-Welt ins Visier! USB-Bombe kann Beweise vernichten, Bitgin-CEO und COO wegen 240 Milliarden Yuan Geldwäsche angeklagt
Sihanoukville, wo Lin Bingwen letztlich ums Leben kam, ist seit langem ein wichtiger Knotenpunkt für südostasiatische Betrugsgruppen, illegale Glücksspiele und Geldwäsche-Netzwerke. Hier finden sich zahlreiche Krypto-Betrugs- und „Piggy“-Fälle. Gesuchte Verbrecher wählen diesen Ort oft als Rückzugsort, riskieren aber auch die Gefahr außerrechtlicher Gewalt: Rache und blutige Auseinandersetzungen.
Das Schicksal von Lin Bingwen endete mit einem Schuss. Die Kriminalpolizei ermittelt weiterhin und untersucht den Fall.