
Stablecoin-Emittenten Circle (NYSE: CRCL) verzeichnete an einem Tag fast 20 % Kursverlust, was große Aufmerksamkeit auf den Markt zog. Der jüngste Entwurf des „CLARITY-Gesetzes“ im US-Kongress gilt als Hauptauslöser. Laut der früheren Berichterstattung der Fox Business Journalistin Eleanor Terrett soll der Entwurf verbieten, dass Stablecoin-Emittenten den Nutzern passive Erträge in jeglicher Form aus ihren Beständen anbieten, und alle Designs einschränken, die wirtschaftlich oder funktional mit Bankeinlagenzinsen gleichzusetzen sind.
Der Entwurf des „CLARITY-Gesetzes“ zielt auf Mechanismen ab, bei denen Stablecoin-Emittenten ihre Reservevermögen-Erträge an die Nutzer weitergeben. Die regulatorische Ausrichtung spiegelt die langfristigen Forderungen der Bankenbranche wider: Wenn Stablecoins eine ähnliche Rendite wie Einlagen bieten können, stellen sie eine direkte Konkurrenz zum traditionellen Einlagengeschäft dar und könnten die gesamte Kapitalflussstruktur im Finanzsystem beeinflussen.
Derzeit befindet sich der Gesetzentwurf noch in der Entwurfs- und Beratungsphase im Kongress, die genauen Bestimmungen sind noch nicht endgültig festgelegt. Der aktuelle Entwurf deutet an, dass passive Erträge, die direkt an den „Guthabenstand“ gekoppelt sind, eingeschränkt werden könnten. Belohnungsmechanismen im Zusammenhang mit Handelsaktivitäten oder Liquiditätsbereitstellung könnten jedoch ausgenommen werden. Der Gesetzentwurf gilt momentan nur für Unternehmen in den USA; ausländische Märkte und DeFi (dezentrale Finanzen) sind vorerst nicht betroffen.
USDC zahlt zwar keine Zinsen direkt an die Inhaber, doch das Kerngeschäftsmodell und die Ertragsmechanismen von Circle sind eng damit verbunden:
Es ist bemerkenswert, dass der CRCL-Kurs vor diesem Rückgang von etwa 50 USD im Februar auf über 130 USD gestiegen war, mit einer Gesamtrendite von über 170 %. Bei hohen Bewertungen verstärken regulatorische negative Nachrichten oft die Marktkorrektur erheblich, was zu einer Überreaktion führt.
Analysten weisen allgemein darauf hin, dass der starke Kursrückgang von CRCL eine Überreaktion des Marktes ist. Das USDC-Volumen wächst weiterhin zweistellig jährlich, die Grundnachfrage besteht unverändert. Der Markt bewertet vor allem die Unsicherheit bezüglich der Politik neu.
Im Wettbewerb hat Tether (USDT) kürzlich angekündigt, vier große Wirtschaftsprüfungsgesellschaften mit einer umfassenden Prüfung zu beauftragen. Wenn die Transparenz verbessert wird und das Vertrauen der Institutionen steigt, könnten einige Kapitalströme von USDC abwandern, was den Marktanteil von Circle zusätzlich belasten würde. Wenn die Beschränkungen nur in den USA gelten, könnten ausländische Stablecoin-Emittenten oder solche mit mechanischen Vorteilen im Design einen Wettbewerbsvorteil erlangen.
Der Entwurf plant, Stablecoin-Emittenten die Bereitstellung jeglicher passiver Erträge, die an den Guthabenstand gekoppelt sind, zu verbieten. Die Zinseinnahmen aus Reserveanlagen und die Gewinnbeteiligung mit Coinbase könnten eingeschränkt werden, was die Kernprofitabilität direkt beeinträchtigt.
Die meisten Analysten sehen den Rückgang als Überreaktion. Das USDC-Volumen wächst weiterhin, es gibt keine fundamentale Verschlechterung bei Circle. Hauptsächlich beeinflusst die Unsicherheit bezüglich der Politik die Neubewertung, sowie die technische Korrektur nach einem Anstieg von über 170 %.
Der Gesetzentwurf befindet sich noch in der Entwurfsphase und ist noch nicht verabschiedet. Die Bestimmungen zu Erträgen sind noch verhandelbar. Vor der offiziellen Verabschiedung hat das Gesetz keine rechtliche Bindung, und die endgültige Ausgestaltung bleibt abzuwarten.