Ko Wen-je wurde in der ersten Instanz zu 17 Jahren Haft verurteilt; die Anklageschrift widerlegt das Gerücht über einen „Bitcoin-Kaltwallet“.

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柯文哲一審判刑17年

Das Bezirksgericht Taipeh hat am 26. März in erster Instanz ein Urteil im Fall des Kuanghua-Platzes sowie im Fall der politischen Spenden gefällt. Der frühere Vorsitzende der Bürgerpartei, Ko Wen-je, wurde wegen vier Straftaten verurteilt, die zusammen eine Haftstrafe von 17 Jahren und den Entzug seiner politischen Rechte für 6 Jahre nach sich ziehen. Der gesamte Fall kann angefochten werden. Darüber hinaus tauchten die während der Ermittlungen weit verbreiteten Aussagen über „1.500 Bitcoins“ und „USB-Kaltgeldbörsen“ im offiziellen Anklageschrift der Staatsanwaltschaft in Taipeh niemals auf.

Ergebnis des ersten Urteils: Übersicht über die Strafen für Ko Wen-je und die Mitangeklagten

Ko Wen-je wurde im Kuanghua-Platz-Fall wegen Vorteilsnahme und Bestechung verurteilt und im Fall der politischen Spenden sowie des Zhongwang-Stiftungsfalles wegen ungerechtfertigter Bereicherung und Vertrauensbruch. Das Bezirksgericht Taipeh verhängte eine Gesamtstrafe von 17 Jahren, was unter der ursprünglichen Forderung der Staatsanwaltschaft von 28 Jahren und 6 Monaten liegt. Der aktuelle Vorsitzende der Bürgerpartei, Huang Kuo-chang, erklärte in einer Stellungnahme, dass er nach der Bekanntgabe des Urteils „unfassbar“ sei und „seine Stimmung bis heute schwer zu beruhigen“ sei, und dass er vor der vollständigen Durchsicht der Urteilsbegründung keine umfassende Erklärung abgeben könne.

Ergebnisse der Urteile der Hauptmitangeklagten in erster Instanz

Vorsitzender der Weijing-Gruppe, Shen Qingjing: Haftstrafe von 10 Jahren

Stadtratsmitglied Taipeh, Ying Xiaowei: Haftstrafe von 15 Jahren und 6 Monaten

Ehemaliger stellvertretender Bürgermeister, Peng Zhensheng: Haftstrafe von 2 Jahren, Bewährung für 3 Jahre

Ehemaliger Direktor des Stadtentwicklungsamtes, Huang Jingmao: Haftstrafe von 6 Jahren und 6 Monaten

Ehemaliger Finanzdirektor, Li Wenzong: Haftstrafe von 4 Jahren und 6 Monaten

Verantwortliche der Mu Ke Company, Li Wenjuan: Haftstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten

Buchhalter Duan Mu Zheng: Haftstrafe von 1 Jahr

Anklageschrift widerlegt Gerüchte: Xiao Shen 1.500 ist Bargeld und hat nichts mit Bitcoin zu tun

Während der Ermittlungen im Fall Ko Wen-je verbreiteten einige politische Talkshows und Medien häufig spezielle Aussagen über Kryptowährungen. Zu den relevanten Aussagen gehörten: Der USB-Stick von Ko Wen-je könnte eine „Kaltgeldbörse“ sein, die Excel-Datei „Xiao Shen 1500“ stehe für 1.500 Bitcoins, und die PowerPoint-Präsentationssoftware sei Teil der „virtuellen Währung“, was weitreichende Diskussionen auslöste.

Dennoch tauchten in der offiziellen Anklageschrift, die Ende 2024 von der Staatsanwaltschaft Taipeh veröffentlicht wurde, die Begriffe Bitcoin, virtuelle Währung oder Kaltgeldbörse nie auf. In der Anklageschrift wird klar angegeben, dass der Eintrag „1500“ in der Excel-Datei auf der externen Festplatte von Ko Wen-je von der Staatsanwaltschaft als Dokumentation für den Erhalt einer Bestechung von 15 Millionen New Taiwan Dollar von Shen Qingjing anerkannt wurde, und dass dies mit Kryptowährungen vollkommen nichts zu tun hat.

Es ist erwähnenswert, dass das Gericht in diesem ersten Urteil nur anerkannte, dass Ko Wen-je 2,1 Millionen Yuan von Shen Qingjing erhalten hatte, während der Teil „Xiao Shen 1500“ aufgrund mangelnder ausreichender Beweise freigesprochen wurde. Obwohl das Gericht bestätigte, dass „Xiao Shen“ tatsächlich Shen Qingjing ist und dass das Arbeitsbuch von Ko Wen-je selbst erstellt wurde, wurde entschieden, dass die vorhandenen Beweise nicht ausreichten, um den tatsächlichen Erhalt von 15 Millionen Yuan Bestechungsgeld zwischen den beiden Parteien zu bestätigen.

Die Gerüchte über Bitcoin im Fall Ko Wen-je heben erneut hervor, dass die Mainstream-Medien beim Berichten über Themen, die mit Krypto-Assets zu tun haben, dazu neigen, Konzepte zu verwirren und es an Faktenprüfungen mangelt. Die Veröffentlichung der gerichtlichen Dokumente liefert klare Antworten auf diese seit fast zwei Jahren bestehenden Gerüchte über Kryptowährungen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist „Xiao Shen 1500“ im Fall Ko Wen-je?

Laut der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Taipeh bezieht sich „Xiao Shen“ in „Xiao Shen 1500“ auf Shen Qingjing, den Vorsitzenden der Weijing-Gruppe. Die Zahl „1500“ wurde von der Staatsanwaltschaft als Dokumentation für einen Bargeldbetrag von 15 Millionen New Taiwan Dollar anerkannt, der mit Bitcoin oder irgendeiner Kryptowährung in keinerlei Verbindung steht. Das Gericht sprach Ko Wen-je letztendlich aufgrund unzureichender Beweise in diesem Punkt frei.

Was ist eine Kaltgeldbörse, und warum gab es im Fall Ko Wen-je dazu entsprechende Gerüchte?

Eine Kaltgeldbörse (Cold Wallet) ist ein Hardware-Gerät zur Offline-Speicherung von privaten Schlüsseln für Kryptowährungen, deren gängige Form unter anderem USB-Sticks ähnelt. Da im Fall Ko Wen-je ein Speichermedium in Form eines USB-Sticks vorkam, setzten einige Medien dies ohne Überprüfung mit einer Kaltgeldbörse gleich, jedoch hat die offizielle Anklageschrift diese Aussage nie bestätigt.

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