714.644 Bitcoins, MicroStrategy kann die BTC-Alchemie nicht stoppen

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Der weltweit größte Unternehmens-Bitcoin-Inhaber MicroStrategy (Strategy) hält 710.000 Bitcoin, mit einem aktuellen Buchverlust von 6,4 Milliarden US-Dollar. Dennoch setzt das Unternehmen weiterhin auf den Kauf von BTC mittels fünf Arten von perpetual preferred stocks. Dieser Artikel gibt einen tiefen Einblick in Michael Saylors 84-Milliarden-Dollar-Alchemie.
(Vorheriger Kontext: MicroStrategies CEO: Bitcoin fiel auf 8.000 USD und lag dort mehrere Jahre, was die Rückzahlungsfähigkeit von Strategy bedroht.)
(Ergänzung zum Hintergrund: MicroStrategies Bitcoin-Buchverlust über 10 Milliarden USD! Der schlimmste Aktienkurs in der Firmengeschichte – ein Absturz um 17 % über Nacht.)

Inhaltsverzeichnis

  • Fünf Arten von perpetual preferred stocks
  • Der Flywheel-Effekt von Strategy
  • Die Grenzen der Alchemie
  • Die unaufhörliche Maschine

714.644 Bitcoin

Dies ist die Position von MicroStrategy (Strategy) bis zum 12. Februar 2026. Bei aktuellen Kursen beträgt der Marktwert dieser Bitcoins etwa 48 Milliarden USD, was über 3,4 % der weltweiten Bitcoin-Gesamtversorgung entspricht. Das bedeutet: Für je 30 im Umlauf befindliche Bitcoins gehört eine dieser Firmen.

Im schwachen Kryptomarkt ist der Buchverlust des Unternehmens bereits auf etwa 6,7 Milliarden USD angewachsen. Dennoch gibt Saylor, der Gründer, nicht auf. Das „42/42-Plan“-Ziel des Unternehmens ist es, bis 2027 insgesamt 84 Milliarden USD zu sammeln: halb durch Eigenkapital, halb durch Schulden, alles zum Kauf von Bitcoin. Bis Januar 2026 stehen noch 41 Milliarden USD an ungenutztem Limit bereit.

Fünf Arten von perpetual preferred stocks

Woher stammen die Gelder, mit denen Strategy Bitcoin kauft?

Antwort: Ein sorgfältig konzipiertes Portfolio an Finanzinstrumenten. Seit Januar 2025 hat Strategy mit atemberaubender Geschwindigkeit fünf Arten von perpetual preferred stocks ausgegeben, jede mit einem bewusst gewählten Namen:

STRK (Strike / Schlag) — 8 % Dividende, wandelbar in MSTR-Common Shares. 10 STRK-Aktien können in 1 MSTR-Aktie umgewandelt werden. Übersetzt heißt das: Wenn Bitcoin steigt und der MSTR-Aktienkurs ebenfalls, kann man die Preferred Stocks in normale Aktien tauschen und so mehr Gewinn machen.

STRF (Strife / Konflikt) — 10 % feste Dividende, nicht wandelbar, kumulativ. Bei einer ausgebliebenen Dividendenzahlung erhöht sich der Zinssatz jährlich um 1 %, maximal auf 18 %. Das ist eine Art Schuldschein mit Strafklauseln.

STRD (Stride / Schritt) — 10 % Dividende, nicht wandelbar, nicht kumulativ. Bei Nichtzahlung verfällt die Dividende, Nachzahlungen erfolgen nicht.

STRC (Stretch / Dehnung) — Variabler Zinssatz, konzipiert, um mit Geldmarktfonds zu konkurrieren. ATM-Programmlimit: 4,2 Milliarden USD.

STRE (Stream / Strom) — Die neueste Ausgabe im November 2025.

Fünf Produkte, fünf Risikoprofile, fünf unterschiedliche Investorengruppen. Saylor dekonstruiert im Wesentlichen das Risiko des einzelnen Assets Bitcoin in fünf Finanzprodukte, die an fünf verschiedene Typen von Investoren verkauft werden.

Einige wollen Wandlungsrechte (wetten auf Bitcoin-Preise), andere wollen fixe Renditen (stetige 10 %), wieder andere wollen variable Zinsen (Absicherung gegen Zinsrisiken)… Doch das Geld fließt letztlich alle in dasselbe Ziel: Bitcoin.

Die Gesamtsumme der ATM-Programme dieser Preferred Stocks beläuft sich auf: STRK 21 Mrd. USD, STRC 4,2 Mrd. USD, STRF 2,1 Mrd. USD, STRD 4,2 Mrd. USD. Insgesamt also über 30 Milliarden USD.

Der Flywheel-Effekt von Strategy

Das Prinzip, warum MicroStrategy Preferred Stocks ausgibt: Strategy emittiert neue Aktien (normale oder bevorzugte) ⭢ Das eingenommene Geld wird genutzt, um Bitcoin zu kaufen ⭢ Bitcoin landet in der Bilanz des Unternehmens ⭢ Das erhöht die Vermögenswerte und den Marktwert ⭢ Ein höherer Marktwert ermöglicht größere neue Emissionen ⭢ Mehr Kapital wird eingesammelt ⭢ Es werden mehr Bitcoins gekauft (Kreislauf wiederholt)

Das ist der sogenannte Flywheel-Effekt: Solange der Bitcoin-Preis steigt oder zumindest nicht stark fällt, dreht das Rad unaufhörlich.

2025 lief dieses Flywheel auf Hochtouren. Die Position von Strategy stieg von etwa 440.000 Bitcoins zu Jahresbeginn auf über 670.000 am Jahresende – innerhalb eines Jahres wurden mehr als 230.000 Bitcoins für mehrere Milliarden USD gekauft. Das „42/42-Plan“-Ziel wurde von ursprünglich 210 Milliarden USD auf 420 Milliarden USD verdoppelt, nach den unerwartet hohen Bitcoin-Preisen und dem gesteigerten institutionellen Interesse.

Saylor bezeichnete die Einführung der STRC-Preferred Stocks als den „iPhone-Moment“ von Strategy: eine revolutionäre Produktinnovation, die die Finanzstruktur des Unternehmens neu definiert.

Doch der Flywheel hat eine fatale Schwachstelle: Er lässt sich nicht umkehren.

Fällt der Bitcoin-Preis stark, schrumpft die Marktkapitalisierung des Unternehmens, die Fähigkeit, neue Aktien zu emittieren, sinkt, und die Mittel für Bitcoin-Käufe werden knapp. Das Flywheel beginnt zu bremsen. Gleichzeitig bleiben die Dividendenverpflichtungen der bereits ausgegebenen Preferred Stocks bestehen: STRK 8 %, STRF 10 % jährlich. Man kann sie aussetzen, doch die Schulden steigen mit immer höheren Zinsen, maximal 18 %.

Die Grenzen der Alchemie

Der Gold-Bullenpapst Peter Schiff fragte Saylor in den sozialen Medien: „Strategy macht Verluste. Womit zahlst du die Dividenden der Preferred Stocks?“

Kritiker nennen das „Ponzi-Schema“, Befürworter sprechen von „Finanzinnovation“. Streng genommen sind beide nicht ganz richtig. Strategy besitzt echte Vermögenswerte in Form von Bitcoin, solange der Bitcoin-Preis nicht auf null fällt, ist das Unternehmen durch reale Assets gedeckt. Das Problem ist die hohe Volatilität des Bitcoin-Preises bei gleichzeitig festen Dividenden- und Zinsverpflichtungen.

Obwohl Strategy angibt, dass die Cashflows derzeit die Zinszahlungen mindestens für zweieinhalb Jahre decken, könnte eine anhaltende Baisse den Finanzierungsprozess erschweren.

Saylor setzt alles auf eine Karte: Er wettet auf einen langfristigen Bitcoin-Anstieg. Nicht nur ein bisschen, sondern so stark, dass alle Buchverluste in einem Witz enden. 2020 kaufte er bei 11.000 USD pro Bitcoin – damals wurde er ausgelacht. Später stieg Bitcoin auf über 100.000 USD. Heute kauft er weiter bei durchschnittlich 76.000 USD. Rückblickend könnte das wieder eine Geschichte werden, bei der man denkt: „Warum bin ich damals nicht dabei gewesen?“

Sein Endziel ist: Wenn die Positionen und die Marktkapitalisierung von Strategy groß genug sind, wird der Markt gezwungen sein, MSTR in die wichtigsten Indizes aufzunehmen. Der passive Kapitalzufluss treibt den Aktienkurs weiter nach oben und löst eine neue Runde des Flywheels aus. Im Dezember 2025 wurde Strategy in den Nasdaq-100 aufgenommen, das nächste Ziel ist der S&P 500.

Die unaufhörliche Maschine

Die Geschichte von Strategy ist letztlich eine Geschichte der Unumkehrbarkeit.

Dieses System hat keinen Bremse. Saylor glaubt, dass in einer Welt, in der Fiat-Währungen ständig an Wert verlieren, das Anhalten die größte Gefahr ist. Deshalb hat er das Unternehmen in eine unidirektionale Bitcoin-Accumulationsmaschine verwandelt: nur kaufen, nie verkaufen; nur rein, nie raus.

Heute sitzt er auf 714.644 Bitcoins, mit einem Buchverlust von 6,4 Milliarden USD. Jährlich muss er mindestens 700 Millionen USD an Dividenden zahlen, dazu kommen Hunderte Millionen an Reserven, um weiter Bitcoin zu kaufen. Diese Maschine wird letztlich beweisen, ob Saylor ein Prophet ist oder ob er das gleiche Szenario wie am 20. März 2000 wiederholt. Niemand weiß es.

Doch eines ist sicher: In der Finanzgeschichte hat noch nie jemand mit perpetual preferred stocks, kumulativen Dividenden und einem 84-Milliarden-Dollar-Kapitalplan auf eine nur 17 Jahre alte Asset-Klasse gewettet. Das ist die Kapitalisierung des Glaubens.

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